Postboten-Forum

Wahre Informationen zu den deutschen Zustelldiensten !!!

Erfahrungsbericht von dippche über Hermes Versand

Frühkapitalistische Arbeitnehmerverhältnisse existieren nicht mehr. Durch den Aufbau von Sozial- und Tarifsystemen gehört die Ausbeutung von Arbeitskräften doch längst nur noch in die geschichtliche Aufarbeitung der wirtschaftlichen Entwicklung unserer modernen Gesellschaft. Oder etwa nicht?
Sollte es vielleicht noch Nischen geben? Sollten etwa immer noch Bestrebungen im Gange sein, Kreativität, Einsatz und Fähigkeit von rechtlosen abhängig Beschäftigten nur minimal zu vergüten, um damit konkurrenzfähig zu werden und Gewinne zu erwirtschaften?
Was will man denn auch machen, wenn das Geld vorne und hinten nicht reicht? Wenn man noch ein paar Cent hinzuverdienen kann. Seien es Frührentner, Arbeiter und Angestellte mit nur geringem Einkommen oder auch Hausfrauen und -männer, für die es eine Möglichkeit darstellt, das Haushaltseinkommen ein wenig zu verbessern. Schleichende Entwicklungen hin zu Zuständen wie in den USA, man braucht eben mindestens 2 - 3 Jobs, um über die Runden kommen zu können ...
Man muss sie nur finden, diese Leute, denen Zeitaufwand nur nebensächlich erscheint, die über ein Fahrzeug verfügen, und deren wirtschaftliche Situation einen Zusatzverdienst erforderlich macht. Und wenn der Arbeitgeber dann auch noch auf sämtliche Sozialabgaben, Lohnfortzahlungen, bezahlte Urlaubstage etc. verzichten kann, dann sind sie hier genau richtig: beim ,selbständigen' Botendienst von Hermes.

Mitzubringen sind:

1. Belastbarkeit, Pflichtbewusstsein und Zuverlässigkeit, denn ein Ausfall des Boten ist nicht wirklich vorgesehen!

2. Ein gepflegtes Erscheinen (gem. Hermes-Handbuch)

3. Ein sauberes Auto (gem. Hermes-Handbuch)

4. Eiserne Gesundheit, denn im Krankheitsfalle verdient man nichts! (s.a. Pkt. 1)

5. In Zeiten von ,Katalog-Sonderaktionen' ist auf "Urlaub" zu verzichten (... mehrere hundert Kataloge je Bote, die zum Stichtag auszuliefern sind, der Versender Otto, Schwab, Baur, Sport-Scheck usw.)

Der Hermes-Botendienst:

*Verpflichtungen von Hermes gegenüber seinen Boten:

Keine!

*Verpflichtungen der Boten gegenüber Hermes:

Alle Risiken und Verantwortungen liegen beim Boten (gewerbliche Tätigkeit)!!

Die Verpflichtung erfolgt jedoch nicht direkt von Hermes, sondern über zwischengeschaltete ,freie Unternehmer'.

Unternehmer:

Hermes überträgt einem Unternehmer die Verantwortlichkeit über einen bestimmten Zustellbezirk. Innerhalb dieses Bezirkes hat der Unternehmer dafür Sorge zu tragen, dass alle Zustellungen (Abholungen) gem. den Hermes-Vorgaben durchgeführt werden. Und diese Vorgaben sind eng gefasst und deren Einhaltung wird von Hermes streng kontrolliert.
Für seine Tätigkeiten wird der Unternehmer über sogenannte Leistungsklassen nach Stücklohn vergütet. Und von diesen seinen Einnahmen muss er alle seine Ausgaben bestreiten: Fahrzeuge, Miete einer Depot-Halle, Betriebsausgaben, Miete Hermes-Logistik Software und Clientrechner etc., Steuern und Versicherungen, sein persönliches Einkommen bestreiten, Beiträge seiner privaten Kranken- und Rentenversicherung begleichen (Familie) usw., ... und schließlich die Arbeit seiner Boten vergüten. Für den Boten bezahlt der Unternehmer individuell nach seiner eigenen Kalkulation ebenfalls im Stücklohn. Das heißt dann etwa zwischen 58 bis 75Cent je Päckchen (der Unternehmer erhält ca. 1€ von Hermes dafür) Darunter gibt es dann weitere Leistungsklassen u.a. für Kataloge, Kleinwarensendungen und Briefe, für die der Bote wiederum je zwischen 25 und 50 Cent vergütet bekommt.
Mit der Bezahlung durch den Unternehmer sind alle Leistungen gegenüber dem Hermesboten abgegolten.
D.h. alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit entstehen, muss der Bote aus diesen Mitteln bestreiten:

1. Sämtliche Fahrzeugkosten (Kraftstoff, Autowäsche, Reparaturen, Reifen, Inspektionen, erhöhte Versicherungsprämie, durch zwangsläufig erhöhte jährliche Fahrleistung, tätigkeitsbedingte erhöhter Verschleiß, denn es ist ein Unterschied, ob man eine Tür oder eine Heckklappe am Tag 6 mal öffnet, oder vielleicht 100 mal, ob man 20 mal anfährt, oder 200 mal, ob man gleichmäßig auf der Langstrecke dahinrollt, oder immer nur ein paar Meter weit fährt, usw. )

2. Hermes fordert das Tragen von Dienstkleidung.

Die ist zwar nicht teuer (qualitativ auch minderwertig), muss aber vom Boten bei Hermes gekauft werden.

3. Hermes bietet seinen Kunden bis zu vier Zustellversuchen.

Bezahlt wird der Bote aber nur im Erfolgsfalle. D.h. für seine vorherigen erfolglosen Anfahrten und seiner ggf. ergebnislos verlaufenen vorherigen Nachfragen in der Nachbarschaft des Kunden erhält der Bote bei allem seinem Zeitaufwand nichts (Aussiedlerhöfe, Ferienhausgebiete, abgelegene Betriebe usw.)

4. Sowieso sind sehr zeitaufwendige Zustellungen (Pförtnerdienste, Betriebe, Altersheime, Krankenhäuser...) ausschließlich das Problem des Boten

5. Fehler am Barcodescanner (Defekt, leere Betriebssystembatterie ...), die eine Rückfahrt ins Depot erforderlich machen, gehen natürlich zu Lasten des Boten.

6. Falsche Adressaufdrucke auf den Sendungen (...verursacht durch Hermes-Mitarbeiter), die eine Zustellung nicht möglich machen, gehen nur zu Lasten des Boten (...wenn er sich nicht sehr gut auskennt, merkt er das erst vor Ort, dass es z.B. diesen Namen unter der angegebenen Adresse nicht gibt). Auf seiner Anfahrt und Arbeitszeit, die es zu investieren galt, bleibt er natürlich sitzen...
Korrekte Zustellung überprüft Hermes übrigens auch regelmäßig, indem die Boten ständig auch noch durch ,hausgemachte' Testbriefe schikaniert und gequält werden: Briefe mit einem bewusst falschen Adressaten. Der Bote wird dadurch in der Gegend herumgejagt und zahlt bei jedem Brief immer drauf:

a.) Stellt er fest, dass es den Namen unter dieser Adresse nicht gibt, und verhält sich regelgerecht, muss er diesen Brief wieder zurück ins Depot liefern. Auf seinem Aufwand für Anfahrt und Zeit bleibt er natürlich sitzen.

b.) Stellt er den Testbrief aber versehentlich zu, weil vielleicht an dem vorgefundenen Einfamilienhaus, weder an der Klingel noch am Briefkasten ein Name steht ( ... wer vermutet denn dabei auch schon, dass er vorsätzlich in eine Falle geführt wird) , dann erhält er eine Abmahnung. Im Wiederholungsfall die Kündigung.

7. Stellt der Bote vor Ort fest, dass es den Versandhaus-Kunden unter dieser Anschrift nicht mehr gibt (z. B. bei verspäteten Nachlieferungen), weil dieser z.B. längst verzogen ist, dann hat er halt Pech gehabt, Hermes zahlt nur bei erfolgreicher Zustellung...

8. Bei Umstellungen der Betriebssystemsoftware müssen die Barcodescanner zum Stichtag im Depot sein. Wie dieser dorthin kommt, ist Sache des Boten.

9. Verzögert sich die morgendliche Zustellung der Hermes-Sendungen ins Depot, sind damit verbundene Wartezeiten unentgeltlich hinzunehmen.

10. Fehlen die Datensätze zu einer bestimmten Sendung ("kein Avis", verursacht durch Hermes-Mitarbeiter), muss der Bote sein Auto wieder ausräumen, bis er diese Sendung findet, denn die darf so nicht zugestellt werden. Der damit verbundene Zeitaufwand ist unentgeltlich hinzunehmen (...wird immer erst kurz vor dem Verlassen des Depots bei einer abschließenden Datenüberspielung festgestellt, und man stelle sich vor, 50, 60 oder auch mal 80 Pakete usw. sortiert in einem Pkw)

11. Alle persönlichen Risiken (Gesundheit, Wind und Wetter, erhöhte Unfallgefahr... ), unvorhersehbare Umwege wegen Baustellen oder gesperrten Straßen und natürlich die Knöllchen wegen Parkvergehen oder Geschwindigkeitsüberschreitungen etc. sind natürlich ebenfalls nur vom Boten zu tragen.

12. Und natürlich hat der Bote keinen Anspruch auf eine Mindestlademenge, was seine Einkünfte kalkulierbar machen würde. Stehen in Urlaubszeiten nur 20 - 30% seiner üblichen Menge zur Verfügung, reicht das mitunter nicht, um seine Kfz-Betriebskosten zu decken, zugestellt werden müssen die wenigen Sendungen aber dennoch.
Darüber hinaus verpflichtet sich der Bote, sich streng an die Richtlinien von Hermes zu halten (...mitunter ist täglich die gleiche Erklärung zu unterschreiben, nach der man sich u.a. strafbar macht, wenn man einen Katalog an der Haustür ablegt), alle Sendungen taggleich zuzustellen, nur eindeutig feststehende Adressen zu beliefern (...steht z.B. auf dem Briefkasten eines Einfamilienhauses kein Name, darf dort kein Brief zugestellt werden...) . Kataloge dürfen übrigens nicht auf Briefkästen oder vor Haustüren abgelegt werden, sie könnten dort entwendet werden. Stattdessen sind sie persönlich an den Kunden zu übergeben, oder aber auch in einer HZT (Hermes-Zustell-Tüte) an die Wohnungstür(!), nicht aber Haustür(!) zu hängen. Bei Zuwiderhandlung erfolgt Abmahnung, im Wiederholungsfall Kündigung .
(Für die Zustellung dicker Hauptkataloge erhält der Bote übrigens ca. 40Cent/Stück, Anm. d. Redaktion ;-))

Aber kommen wir zurück, zum eigentlichen Thema.

Arbeit und Lohn. Wie sieht das denn jetzt aus, in Zeiten wo der Mindestlohn diskutiert wird, wo Tarifabschlüsse bei Gebäudereinigern u.ä. selbst den untersten Einkommensschichten ein gewisses Einkommensniveau schaffen und sichern soll, um diese Leute von Lohndumping zu schützen. Ja wie sieht es denn dort aus, bei den selbständigen Hermes-Boten? Es ist natürlich ganz stark davon abhängig, wie weit ein Bote erst einmal zu seinem Depot fahren muss, um seine Sendungen dort in Empfang nehmen zu können. Und es ist weiterhin von der Struktur seines Zustellungsbezirkes abhängig (Gewerbegebiet, dörflich, städtisch...) und natürlich von seinen Ortskenntnissen, denn wenn man auch noch lange nach einer Adresse suchen muss...

Deshalb mal ein Rechenbeispiel:

Im Nebenerwerb mit einem durchschnittlichen täglichen Zeitaufwand von 3,5 Stunden, stellt der Hermes-Bote z.B. im Schnitt 55 Sendungen zu (50 Pakete und 5 Kataloge). Er legt dabei täglich 60 km zurück, bei einem Verbrauch von 12l/100km

250 Pakete a 70 Cent : 175,00€
25 Kataloge a 35 Cent: 8,75€

Ergibt: 183,75 € in einer Woche

Demgegenüber stehen:

5 x 60 km = 300 km, erfordern 36 Liter Kraftstoff, bei derzeit ca.1,30€ sind das 46,80€

Daraus resultiert ein wöchentliches Einkommen, das bei 136,95€ liegt (183,75€-46,80€)

Bei 17,5 Std/Woche entspricht das dann etwa 7,83€ Stundenlohn, wenn man nur den Aufwand für den reinen Spritpreis betrachtet.

Rechnet man nun aber die sonstigen Betriebkosten eines Fahrzeuges hinzu (Steuer und Versicherung, Inspektionen, Verschleißteile, Reifen, Wertverlust, Zinsen...) und veranschlagt man diese nur mit 20 Cent/km, so errechnen sich noch einmal 60€, die man den Einnahmen gegenüber stellen muss. Deshalb werden aus den 136,95€ wöchentlichen Einkommens bloß noch 76,95€, was dann zu einem Stundenlohn von 5,13€ (!)führt.

IN WORTEN: "FÜNF EURO DREIZEHN"

Und bei dieser Berechnung wurde vorausgesetzt, dass er alle seine Sendungen an den Mann (die Frau) bringt. Das kommt dann allerdings eher selten vor. Und dass er in dieser Woche keine Dienstkleidung zu bezahlen hatte, das nahm ich dabei auch noch an. Reduziert sich ein Tagesumsatz wegen fehlender Zustellmenge z.B. um 20 Päckchen, dann fehlen dem Boten 14€ bei unterstellter ähnlicher Fahrtstrecke wie sonst auch. Es reduziert sich dann natürlich sein Stundenlohn nicht unerheblich, da die Betriebskosten tägliche Fixkosten bilden.
Und um auf den o.g. Lohn erst einmal zu kommen, muss man sich in die Tätigkeit und in seinen Bezirk erst einmal einarbeiten. Das dauert seine Zeit und führt zwangsläufig zu einem hohen zeitlichen Mehraufwand und dadurch zu einem erheblich niedrigeren Stundenlohn:

Wie sortiere ich Pakete und Päckchen, Versandhaustüten und Kataloge effektiv in meinem Fahrzeug, damit sie in der richtigen Reihenfolge an den jeweiligen Zieladressen entnommen werden können. Dazu sind natürlich Ortskenntnisse erforderlich, die man sich erst einmal aneignen muss (Straßen, Wege, Fahrtrouten, Besonderheiten, Ausweichadressen bei Nachbarn, Freunden oder Angehörigen usw.)
Aber wie bereits angemerkt, das Einkommen des Boten ist stark von seinen Kfz-Betriebskosten geprägt. Wohnt der Bote in der Nähe des Depots und hat auch hier seinen Zustellbezirk, dann fällt sein Einkommen sicher etwas besser aus (konstruierter Idealfall), falls der Unternehmer ihm das gleiche Vergütungsniveau gewähren sollte, wie den Kollegen, die erhebliche Anfahrtsstrecken zurückzulegen haben...
Die Einnahmen sind natürlich als persönliches Einkommen auch noch steuerpflichtig und vom Boten dem Finanzamt zu melden. Und je nachdem, wie es um die private Einkommenssituation des Boten bestellt ist, muss er davon auch noch Beiträge zu seiner Krankenversicherung bzw. seiner Altersversorgung abziehen. Nur, wie sollte das denn überhaupt noch funktionieren? In der Regel wird dieser schlecht bezahlte Nebenjob doch notwendig sein, um überleben zu können.
Und da gäbe es außerdem noch aktuelle Bestrebungen von Hermes, die Kunden zur Rückgabe von Versandhausretouren (in den Versandkosten enthalten!) zu den mittlerweile reichlich vorhandenen Hermes-Paketshops zu bewegen. Von dort können sie kostengünstiger per Sammelsendung von Hermes abgeholt werden. Bis jetzt waren die sogenannten Abholungen und Retourenmitnahmen beim Kunden für die Boten eine kleine Zusatzeinnahme, gegen die Hermes nun aber aus kostengründen massiv vorgeht.

Fazit:

Hermes gewährt seinen Boten ein Einkommen, das ein Auskommen keineswegs sichern kann. Dazu wurde ein einseitiges rechtloses Arbeitsverhältnis geschaffen, das dem Boten keinerlei und Hermes alle Rechte zubilligt. Und sämtliche Risiken, die diese Tätigkeit mit sich bringen kann, trägt ausschließlich der Bote. Aber so ist das dann eben, bei der Selbständigkeit...
Hermes verlagert die meisten seiner logistischen Aufgaben in die Hände von "unabhängigen freien Unternehmern" und setzt eigenes Personal frei, um beträchtliche Mittel an Personal- und Sozialversicherungskosten einzusparen. Damit macht man sich fit für den Wettbewerb, um mithalten zu können, auf dem Paketmarkt. Die Bundesnetzagentur bemüht sich im Moment um Auskünfte bei den Post-Dienstleistungsunternehmern hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Löhnen. Wenn Hermes demnächst kaum eigenes Personal mehr hat, dann bleibt auch hier nicht mehr viel zu regulieren.

Gegen Niedriglöhne bei der Post laufen Gewerkschaften und Sozialverbände Sturm. Um die Machenschaften der privaten Konkurrenz kümmert sich niemand. Vielleicht wenn es zu spät ist, wenn aufgrund des fallenden Briefmonopols wieder Tausende von Arbeitsplätzen bei der Post verloren gehen, weil die Personalkosten dort angeblich zu hoch sind.
Übrigens schließen die neuesten geplanten Vereinbarungen zu Mindestlöhnen die Paket- und Kurierdienste aus(!)
Eine absurde Entwicklung, durch die immer mehr Leute zu ALG II Empfängern werden, diejenigen ohne, aber auch diejenigen mit Beschäftigungsverhältnissen ...
Als Hartz IV Empfänger darf man in der Regel ein eigenes Auto von geringem Zeitwert besitzen. Wenn das aber irgendwann einmal zerfällt..., ist das Schicksal des Hermes-Boten wohl besiegelt.

Aber bis dahin...

... kann man sich eigentlich nur darüber wundern, auf welchen ,soliden' Fundamenten sich ein Postdienstleister aufstellt, dessen Jahresumsatz sich mittlerweile in Milliardenhöhe bewegt:

Das operative Geschäft der Verteilung wird auf Subunternehmer übertragen, die wiederum über weitere Subs (Hermesboten, intern 'Aushilfen(!)') die tägliche Flut des Sendungsaufkommens zu bewältigen haben. Und wo sonst andere Firmen für ausreichendes und ausgebildetes Personal Sorge tragen müssen, wird diese Verantwortung von Hermes einfach an die Unternehmer weitergegeben. Sollen die doch zusehen, wie sie ihre Aufgaben erledigen. Man kann sich wirklich nur darüber wundern, dass diese Strategie zu funktionieren scheint ... (... mal schauen, wie lange)
Und wie man auf lange Sicht irgend eine Form von Qualität bei den eigenen Zustellungen im Hause Hermes gewinnen will, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Und die - jetzt neudeutsch unter neuer Bezeichnung auftretende - Hermes-Logistik-Gruppe(HLG) expandiert auch noch. Mit dem aktuellen Einstieg in Österreich beginnt man nun auch in unserem Nachbarland den bisherigen monopolistischen Paketmarkt aufzumischen. Und man hat sich ein teures Werbezugpferd zugelegt, den Niki Lauda. Als ehemaliger Rennfahrer Sinnbild für Tempo und Dynamik. Wie ja auch in Deutschland die DTM und hauptsächlich der sympathische Mika Häkkinen als Hermes Werbepartner die Leistungsfähigkeit von Hermes über die TV-Bildschirme in das Bewusstsein der Kundschaft jagen (sollen).
Vielleicht kann man den fleißigen Arbeitsbienen, die die Drecksarbeit verrichten müssen, ja auch wirklich nicht mehr bezahlen, wenn Millionen in die Werbung gesteckt werden müssen (... allgemein üblich).
Andererseits, nicht zu übersehen, kann man sich durch allzu riskantes Verhalten auch schon mal die Ohren versengen ...
Mit der geplanten Freigabe des bisherigen Briefmonopols und der gesamten Liberalisierung des europäischen Postmarktes im darauffolgenden Jahr werden die Bedingungen für die Post Kundschaft sicher besser, sprich billiger. Die Entwicklung der Situation der Beschäftigten mag ich mir aber jetzt nicht mehr vorstellen....

Quelle: dooyoo.de

Schlagworte: dippche, dooyoo.de, hermes, hermestest, hungerlohn, paketzusteller, subunternehmer

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Kommentare zu diesen Artikel

UNGLAUBLICH! ...aber wahr :(

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