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Underground

"General-Anzeiger" am 04. November 2009 - "Familienunternehmen aus Satzvey macht der Post Konkurrenz" !!!

Rico's Briefdienst trägt bereits in Mechernich, Euskirchen und Meckenheim aus - "Unser nächstes Ziel heißt Rheinbach".

Satzvey - Die Firmenadresse klingt verlockend: "Am Billig" lautet die Anschrift von Rico's Briefdienst. "Klar sind wir billiger als die Deutsche Post", sagt denn auch Petra Leopardi-Weber. Sie muss es sein. Denn die 45-Jährige macht mit ihrem Mann Rico Weber dem Bonner Weltkonzern aus dem kleinen Ort Satzvey in der Eifel Konkurrenz. Ihre Mitarbeiter tragen in Mechernich, Euskirchen, Meckenheim und, so die Pläne des Ehepaars, bald auch in Rheinbach Briefe aus. Es ist ein älteres Einfamilienhaus, wo Rico's Briefdienst residiert und Besucher von zwei großen fröhlichen Hunden empfangen werden. Die Webers wohnen hier. Und arbeiten im Keller. Dort sortieren sie frühmorgens ab vier Uhr Briefe, die Sammelkuriere zuvor angeliefert haben. Kein Vergleich zum Bonner Posttower. "Wir haben mit nichts angefangen", sagt Rico Weber. Als er und seine Frau das Unternehmen vor fünf Jahren starteten, taten sie es beide aus der Arbeitslosigkeit heraus. "Ich war Mitte 40. Es war eine Hartz-IV-Situation", erzählt der heute 51-Jährige. "Aber wir konnten das Haus hier billig mieten und haben mit einer Aushilfe angefangen." Von Anfang an habe Rico's Briefdienst mit der niederländischen TNT-Post kooperiert. "In der ersten Woche bekamen wir nur 600 Briefe, da hatten wir schon Angst, ob das gut geht." Mittlerweile arbeiten die Satzveyer neben TNT in einer Kooperation mit acht weiteren kleinen Briefdiensten aus dem Raum Aachen. Gegenseitig leiten sie sich die Briefe für ihre jeweiligen Zustellgebiete zu. Aus einer Aushilfe sind bei Rico's Briefdienst fünf Angestellte und knapp 40 Minijobber geworden, die täglich über 4 000 Briefe zustellen. Dazu gehören etwa die Handy-Rechnungen aller Mobilfunkkonzerne außer der Telekom.

"Wir bieten zum Beispiel Hausfrauen oder Frührentnern die Möglichkeit, sich täglich für eine oder zwei Stunden etwas dazu zu verdienen", sagt Weber. Es ist kein Geschäft mit dem großen Geld: 38 bis 42 Cent plus Mehrwertsteuer zahlen Kunden bei Rico's Briefdienst für den Versand eines Briefes.
12 Cent netto erhält davon der Briefträger. Sozialabgaben, Versicherungen, Fahrräder und vieles andere muss vom Rest bezahlt werden. Anders als die Deutsche Post dürfen die Wettbewerber bei Briefsendungen das Porto nicht vorab erheben, sondern müssen Rechnungen schreiben. "Wenn ein Kunde nicht zahlt, trifft uns das hart", sagt Petra Leopardi-Weber. Damit der Betrieb läuft, hilft die Familie mit. "Auch schon mal meine 17-jährigen Zwillingstöchter." Die Entwicklung in der Branche sehen Webers mit gemischten Gefühlen. Die Pin-Gruppe habe durch ihr Verhalten am Ende viel Schaden angerichtet. "Die saßen auch hier und sagten: Verkauft die Firma an uns oder wir machen Euch platt. Wir wollten aber nicht. Drei Monate später war Pin pleite." Große Hoffnungen setzen die Satzveyer jetzt auf die von TNT zum Jahresende angekündigte Gründung einer bundesweiten Allianz von Postkonkurrenten. Der Zusammenschluss, zu dem dann auch Rico's Briefdienst gehöre, werde erhebliche Briefmengen in die Eifel bringen. "Wir bekämen dann aus dem ganzen Bundesgebiet Post für unsere Zustellbezirke", freut sich Weber. Die ist auch nötig, denn die Wirtschaftskrise fordert auch bei Rico's Briefdienst Tribut. Wegen zu geringer Briefmengen musste das Unternehmen die Zustellung in Swisttal und Zülpich aufgeben. "Jetzt steigen die Mengen wieder. Unser nächstes Ziel heißt Rheinbach", bleibt Weber optimistisch. Ihren Jahresumsatz beziffern die Webers auf gut 300 000 Euro. Den Weg in die Selbstständigkeit haben sie nicht bereut. Sie konnten endlich das Haus kaufen, in dem sie bisher zur Miete wohnten. Nur ein Wunsch ist noch offen: Nach fünf Jahren endlich mal wieder Urlaub zu machen.

Quelle: General-Anzeiger am 04. November 2009

Schlagworte: abzocker, briefdienst, hungerlöhner, pin, rico's, satzvey, tnt, zustelldienst

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Kommentare zu diesen Artikel

Also da springt mir ja echt eine Feder aus der Mütze !!! Genau diese Hungerlohn-Zustelldienste sind es doch, welche den Zustellmarkt in Deutschland in den Abgrund treiben. Davon mal abgesehen, dass hier mal wieder Rentner und hauptberufliche Arbeitslose Briefzusteller spielen, muß man sich doch mal Fragen, wie es sein kann, dass 11 Monate nach der Einführung des Entsendegesetzes solche Abzockerfirmen überhaupt noch auf dem Zustellmarkt herum geistern. Diese "Witzfirma" lästert über die PIN Group und zahlt ihren Zustellern einen Stücklohn von 0,12 Eurocent. Und dann reden die auch noch von angeblichen sozialen Abgaben......VON WAS DENN !!! Und nun spielt dieser Kellerschuppen auch noch die große Konkurrenz der Post AG....na da fällt mir ja nichts mehr ein. Wenn dass dann die große Allianz von TNT sein soll, dann steht ja schon einmal fest, dass jeder Steuerzahler in Deutschland dann diese Allianz mitfinanziert. Die Zusteller beziehen zu 100% Sozialleistungen.....die 17 jährigen Töchter spielen Abends Sortierer.....und ein Kellerloch nennt sich am Ende Zustelldienst. Genau diese Sittenwidrigen Zustelldienste sollte man sofort schließen. Was nützt es hier, wenn jeder aus der Laune heraus einen Zustelldienst eröffnet, wo am Ende die Mitarbeiter sowieso zu 100% vom Staat finanziert werden müßen. Und dann redet dieser Möchtegern-Zustelldienst auch noch davon, für die Post AG eine Konkurrenz zu sein ??? Ich glaube langsam ich drehe durch.....!!! Jeder Pförtner im Posttower verdient alleine mehr wie alle Mitarbeiter von diesen Möchtegern-Zustelldienst zusammen !!!

Das ist sie die tolle ach so große Allianz, welche TNT nun im dritten Versuch aufbauen möchte. Hungerlöhner mit Sittenwidrigen Arbeitsmethoden und Löhnen welche am Ende tausende sozialpflichtige Arbeitsplätze vernichten. Eine Schande für die gesamte Zustellbranche !!!

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Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:
Also da springt mir ja echt eine Feder aus der Mütze !!! Genau diese Hungerlohn-Zustelldienste sind es doch, welche den Zustellmarkt in Deutschland in den Abgrund treiben. Davon mal abgesehen, dass hier mal wieder Rentner und hauptberufliche Arbeitslose Briefzusteller spielen, muß man sich doch mal Fragen, wie es sein kann, dass 11 Monate nach der Einführung des Entsendegesetzes solche Abzockerfirmen überhaupt noch auf dem Zustellmarkt herum geistern. Diese "Witzfirma" lästert über die PIN Group und zahlt ihren Zustellern einen Stücklohn von 0,12 Eurocent. Und dann reden die auch noch von angeblichen sozialen Abgaben......VON WAS DENN !!! Und nun spielt dieser Kellerschuppen auch noch die große Konkurrenz der Post AG....na da fällt mir ja nichts mehr ein. Wenn dass dann die große Allianz von TNT sein soll, dann steht ja schon einmal fest, dass jeder Steuerzahler in Deutschland dann diese Allianz mitfinanziert. Die Zusteller beziehen zu 100% Sozialleistungen.....die 17 jährigen Töchter spielen Abends Sortierer.....und ein Kellerloch nennt sich am Ende Zustelldienst. Genau diese Sittenwidrigen Zustelldienste sollte man sofort schließen. Was nützt es hier, wenn jeder aus der Laune heraus einen Zustelldienst eröffnet, wo am Ende die Mitarbeiter sowieso zu 100% vom Staat finanziert werden müßen. Und dann redet dieser Möchtegern-Zustelldienst auch noch davon, für die Post AG eine Konkurrenz zu sein ??? Ich glaube langsam ich drehe durch.....!!! Jeder Pförtner im Posttower verdient alleine mehr wie alle Mitarbeiter von diesen Möchtegern-Zustelldienst zusammen !!!

Das ist sie die tolle ach so große Allianz, welche TNT nun im dritten Versuch aufbauen möchte. Hungerlöhner mit Sittenwidrigen Arbeitsmethoden und Löhnen welche am Ende tausende sozialpflichtige Arbeitsplätze vernichten. Eine Schande für die gesamte Zustellbranche !!!

Sind trotzdem nette Leute, genau wie die beiden Hunde!! ;-)

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@ tomtom

Was für Hunde ??? Eine Firma zu leiten, wo man mit Sittenwidrigen Löhnen Zustelldienst spielt, bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass die Inhaber unhöflich sind. Das Problem sehe ich auch in der gesamten Zustellpolitik, wo man die Möglichkeit hat nach Lust und laune Zustelldienste zu eröffnen. Und nebenbei, kotzt es mich gewaltig an, dass solche Zustelldienste dann von meinen Steuern sich finanzieren, die ich jeden Monat nicht gerade wenig an Vater Staat zahlen muß.

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Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:
@ tomtom

Was für Hunde ??? Eine Firma zu leiten, wo man mit Sittenwidrigen Löhnen Zustelldienst spielt, bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass die Inhaber unhöflich sind. Das Problem sehe ich auch in der gesamten Zustellpolitik, wo man die Möglichkeit hat nach Lust und laune Zustelldienste zu eröffnen. Und nebenbei, kotzt es mich gewaltig an, dass solche Zustelldienste dann von meinen Steuern sich finanzieren, die ich jeden Monat nicht gerade wenig an Vater Staat zahlen muß.

Es ist ein älteres Einfamilienhaus, wo Rico's Briefdienst residiert und Besucher von zwei großen fröhlichen Hunden empfangen werden.

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tomtom hat folgenden Kommentar geschrieben:
Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:
@ tomtom

Was für Hunde ??? Eine Firma zu leiten, wo man mit Sittenwidrigen Löhnen Zustelldienst spielt, bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass die Inhaber unhöflich sind. Das Problem sehe ich auch in der gesamten Zustellpolitik, wo man die Möglichkeit hat nach Lust und laune Zustelldienste zu eröffnen. Und nebenbei, kotzt es mich gewaltig an, dass solche Zustelldienste dann von meinen Steuern sich finanzieren, die ich jeden Monat nicht gerade wenig an Vater Staat zahlen muß.

Es ist ein älteres Einfamilienhaus, wo Rico's Briefdienst residiert und Besucher von zwei großen fröhlichen Hunden empfangen werden.


Ja klar...das meinst Du !!! Ich dachte schon Du kennst die persönlich !!!

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Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:
tomtom hat folgenden Kommentar geschrieben:
Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:
@ tomtom

Was für Hunde ??? Eine Firma zu leiten, wo man mit Sittenwidrigen Löhnen Zustelldienst spielt, bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass die Inhaber unhöflich sind. Das Problem sehe ich auch in der gesamten Zustellpolitik, wo man die Möglichkeit hat nach Lust und laune Zustelldienste zu eröffnen. Und nebenbei, kotzt es mich gewaltig an, dass solche Zustelldienste dann von meinen Steuern sich finanzieren, die ich jeden Monat nicht gerade wenig an Vater Staat zahlen muß.

Es ist ein älteres Einfamilienhaus, wo Rico's Briefdienst residiert und Besucher von zwei großen fröhlichen Hunden empfangen werden.


Ja klar...das meinst Du !!! Ich dachte schon Du kennst die persönlich !!!



Ist das ein Werbebeitrag der neuen großen Allianz der Privaten gegen die Deutsche Post AG?

Ich zweifele auch nicht daran, dass die Ricos nett sind. Ich glaube auch, dass die nicht wirklich Ausbeuter oder Kapitalisten sind. Die beschäftigen mal eben 40 geringfügig beschäftigte Mitarbeiter. Bei einem Jahresumsatz von nur € 300.000 (251 Arbeitstage/4000 Briefe täglich/Jahresumsatz 300.000/Durchschnittspreis 0,298 € pro Brief/abzüglich betreibskosten und Löhne ) !!!!!!!! geht man von diesem Jahresumsatz aus und zieht Steuern sowie Personal- und Betriebskosten ab, brauchen wir uns nicht ausrechnen was den Ricos da noch überbleibt. Nicht das jetzt jemand denkt ich möchte für die Ricos (wenn die überhaupt so heißen) Partei ergreifen oder Geld sammeln.

Ihr habt schon Recht wenn Ihr sagt, dass bei dem Zusteller nicht wirklich viel ankommt oder ankommen kann. Bei Ricos selbst kann ja nicht viel hängen bleiben oder der hat ein Steuer – und Kostensparmodell, dass er uns allen Mal verraten sollte. Auch ist die Eifel nicht wirklich berühmt, als Standort für Unternehmen oder Behörden die dort als große Briefversender auftreten. Somit dürften die Ricos sicherlich nicht über riesige Kundenvolumen verfügen. Ich glaube sogar, dass die nicht zu den privilegierten Unternehmern gehören, die am Wochenende Ihre Kohle auf dem Wohnzimmertisch zählen.
Hier steckt ein ganz anderes Modell hinter. Ohne die Ricos dieser Welt, die es schaffen zu solchen Konditionen Briefe in der Eifel zuzustellen, würden die Zustellgebiete der großen privaten Zustelldienste ganz anders aussehen. Wenn die Ricos für einen Brief den sie aus der noch nicht vorhandenen „Allianz“ bekommen, ca. 0,25-0, 28 € oder weniger (Infopost???) erhalten, brauchen wir uns nicht zu wundern. dass eben diese Ricos unfreiwillig zu Ausbeutern werden. Die großen privaten Zustellunternehmen sind doch bei Ihrem großen Kostenapparat überhaupt nicht in der Lage in der Eifel, Westerwald, Mecklenburg- Vorpommern oder sonst einer Gegend, wo mal die Strasse wg. zuviel Schnee gesperrt wird, zuzustellen oder ein Zustellnetz zu betreiben! Hier passiert doch das was im Paketgeschäft seit Jahren gang und gebe ist. Wie viel eigene Fahrer beschäftigt wohl der DPD, GLS oder andre private Paketdienst in der besagten Eifel oder überhaupt? Warum will die DPAG auf Fremdfirmen umsatteln bei der Abholung, Zustellung oder Logistik? Damit will ich nicht ein eventuelles Fehlverhalten bei der Entlohnung der Kollegen in solchen Briefdiensten entschuldigen. Im Gegenteil, dass ist ne Spirale die sich leider immer mehr nach unten dreht. Außerdem gibt es leider zurzeit zu viele Kollegen, die wahrscheinlich aus der Not heraus bereit sind, für 0,12 € pro Brief zu arbeiten. So kommen auch die Phänomene Zustande, dass die zwölf jährige Tochter Ihren Eltern bei der Zustellung hilft, während die Mutter oder der Vater noch nebenbei Zeitungen austragen um über die Runden zu kommen. Oder auch im Umkehrschluss wir in einer Sendung der privaten Fernsehsender Menschen sehen können, die lieber zuhause bleiben, als für einen Hungerlohn zu arbeiten, was ich auch nicht gut heißen will. Wollte nur mal erwähnen, dass die Medaille immer zwei Seiten hat. Die Ricos hängen doch am Tropf der großen privaten Briefdienste. Was passiert wenn die groß angekündigte „Allianz“ den Ricos zukünftig die doppelte Menge an Post zukommen lässt? logo, Rico wird noch mehr geringfügige oder gar feste Mitarbeiter beschäftigen. Wenn dann einer der großen Briefdienste einen wichtigen nationalen Versender zurück an die DPAG verliert, wird Rico schneller die Luft ausgehen als ihm lieb ist. Dann ist mal eben Massenentlassung in der Eifel angesagt. Dann ist nix mehr mit „Hoffentlich Allianz versichert“. Das interessiert dann die Menschen in der Republik etwas weniger als die Jobverluste bei Opel in Bochum und trifft die Miniorte in der Eifel genauso hart. Ich bin der Meinung, dass Briefdienste egal wo Sie herkommen oder Zustellen von Ihren eigenen Kunden existieren müssen. Das jeder Mal klein startet, mag ja sein, anderseits sollte man auch in der Lage sein aus eigener Kraft, also mit eigenen Kunden und deren Briefe einen ordentlichen Durchschnittspreis zu erzielen, um am Markt existieren zu können. Konsequenterweise, sollte man dann auch sein Personal ordentlich entlohnen!! Wenn man solche Berichte liest, weis man auch warum es in Deutschland 700 lizenzierte Briefdienste gibt und diese nur einen Marktanteil von 6-7 % haben. Von den 700 aktiven Briefdiensten, sind wahrscheinlich 600 einfach nur „Erfüllungsgehilfen“ oder die „Ricos“ der anderen 100.

Anderseits, fragen wir mal den Zusteller der in irgendeinem Kaff in der Eifel wohnt und Arbeitslos ist, wie er es findet wenn morgen die Ricos ihre Segel streichen würden? Der wird uns wahrscheinlich sagen, dass er froh ist in solch einer Gegend überhaupt einen Job zu haben und so noch was dazu zu verdienen. Wahrscheinlich würde der uns die großen Rico Hunde auf den Hals hetzen und als gnadenlose Theoretiker und Zyniker bezeichnen.
@Underground… du hast vollkommen Recht wenn du fragst, warum man wirklich heute schneller ne Lizenz bekommt als einen Führerschein. Irgendwas läuft bei der Liberalisierung des Postmarktes falsch … hier ist der Gesetzgeber gefragt! Ach ja, ich habe vergessen das die FDP zurzeit im Wirtschaftsministerium seit neustem sitzt….

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@ Roman Abramowitsch

Die Rico's arbeiten doch mit TNT zusammen....da die PIN ja so übel ist...*lol* !!! Nun, ich kenne genügend 0,12 Cent Hungerlohn-Zustelldienste, welche für TNT arbeiten. Die erhalten jeden Tag Palettenweise Infopost. TNT zahlt mir bekannten Zustelldiensten pro Sendung 0,39 Eurocent. Abgezogen der "hohen" Lohnkosten von einen Stücklohn von 0,12 Eurocent, ist das mal ein Gewinn pro Sendung von 0,27 Eurocent. Das sind alleine bei 1000 Sendungen 270,-- Euro Netto. Wenn nun diese Rico's alleine nur 1000 Sendungen pro Tag von TNT erhalten, kommt man hier auf einen reinen Nettoverdienst von 5.400 Euronen im Monat.......und das nur bei 1000 Briefen pro Tag. So verarmt sind diese Hungerlohn-Zustelldienste nicht wie oft gedacht wird. Ich kenne Zustelldienste wo ebenfalls ein Stücklohn bezahlt wird und jede Woche 6000 Euronen über TNT Sendungen verdient wird.
Dazu kommen noch Einschreibebriefe, PZA's, Kataloge, teilweise Pakete und das so genannte Langholz (DINA4 Umschläge), wo die Zusteller allerdings auch nur 0,12 Eurocent pro Stück erhalten. Das alles mal zusammen gerechnet auf ein tägliches Briefaufkommen von 4.000 Briefen, kann man sich wenn die Mitarbeiter Sittenwidrig mit einen Stücklohn von 0,12 Cent bezahlt werden dumm und dämlich verdienen. Und bei diesen Minijobber hat der Zustelldienst keinen einzigen Cent soziale Abgaben. Und da alles im Privathause sich abspielt...zwischen Zustellfahrräder und zwei Hunden....fallen "Betriebskosten" wie Miete usw auch weg. Und von solchen Zustelldiensten gibt es von den über 700 gemeldeten mit Sicherheit um die 60% !!! Und TNT ist zum Beispiel ganz Geil darauf, gerade mit solchen Hungerlohnschuppen zusammen zu arbeiten....denn TNT verdient damit Millionen.

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"Kölner Stadt-Anzeiger" schreibt am 21. November 2009 hierzu:


„Rico's Briefdenst“ Im Keller wird Post sortiert

Rico Weber und seine Frau Petra Leopardi-Weber waren arbeitslos, die Behörden hatten sie aufgegeben. Dann machte sich das Paar aus Satzvey mit „Ricos Briefdienst“selbstständig. Im Oktober verteilten sie 57.000 Sendungen - von der Postkarte bis zum Katalog.

Mechernich-Satzvey - Vor dem Haus hinter dem Satzveyer Bahnhof herrscht reger Verkehr: Gerade eben kam eine Spedition vorbei, die auf einer Palette 620 Kataloge eines Elektronik-Versandes ablieferte. Jetzt steht schon wieder ein Lieferwagen vor der Einfahrt, der mehrere Kartons voller Briefe bringt.
Für Rico Weber und seine Frau Petra Leopardi-Weber ist nun Schleppen angesagt. Alles muss in den Keller des Einfamilienhauses getragen werden, in dem die Zentrale von „Rico's Briefdienst“ beheimatet ist. Vor fünf Jahren gründete der heute 51-Jährige den Briefdienst. „Wir waren beide arbeitslos, und die Behörden hatten uns aufgegeben“, erinnert sich Rico Weber, der vorher schon berufliche Erfahrungen in der Speditionsbranche gesammelt hatte. In dieser Zeit erlebte das Paar schon allerlei Höhen und Tiefen. Einmal wollte die Pin-Gruppe die Firma aufkaufen, doch die Webers lehnten glücklicherweise ab. Denn die meisten Briefdienste dieser Gruppe sind mittlerweile insolvenzbedingt Geschichte. „Rico's Briefdienst“ hingegen lieferte im Oktober rund 57 000 Sendungen aus - von der Postkarte bis zum Katalog. „Wir tragen die Post nur in den Städten Euskirchen, Mechernich und Meckenheim aus“, so Weber. Da wegen der Wirtschaftskrise der Briefverkehr rückläufig war, hat man die Zustellung in Zülpich aufgegeben. Es habe sich wegen der gesunkenen Stückzahlen nicht mehr gelohnt, so der Dienstleister.

Ab 1. Januar soll es dann aber steil bergauf gehen. „Zum Jahresanfang tritt die bundesweite Mail-Allianz unter der Federführung der holländischen Post TNT in Kraft“, erklärt der Fachmann. Dann werde sich das Postaufkommen ungefähr verdoppeln, so seine Hoffnung. Vielleicht entstehen dann bei „Rico's Briefdienst“ noch mehr Arbeitsplätze. Schon jetzt arbeiten dort fünf fest angestellte Kräfte, davon einige in Teilzeit, sowie rund 40 Minijobber. Weber: „Wir haben den Anspruch, billiger als die Post zu sein, aber kein Dumping zu betreiben.“ So bezahle man einerseits Löhne, die über dem vorgeschriebenen Mindestlohn liegen. Andererseits sei das Porto billiger. So koste ein Standardbrief 50 Cent. Dies gilt allerdings nur, wenn er in den Bereichen zugestellt werden soll, der von „Rico's Briefdienst“ und seinen Kooperationspartnern abgedeckt wird. Rund drei Viertel der Fläche Nordrhein-Westfalens und Teile Niedersachsen zählen dazu. Standardbriefe, die innerhalb von Euskirchen verteilt werden, kosten lediglich 45 Cent. Zu den Kunden der Satzveyer Firma zählen größere Betriebe, aber auch Ärzte und Rechtsanwälte. Da „Rico's Briefdienst“ keine Briefkästen hat, wird die Post bei den Kunden abgeholt.

Neue Briefshops

Private Kunden können ihre Post bei zwei Briefshops in Euskirchen abgeben: im Lotto- und Tabakgeschäft von Hedi Kirchhof, Wilhelmstraße 9, und bei Computerwelt Büttner, Annaturmstraße 5-7. Weitere Briefshops, auch in Mechernich, sollen demnächst eröffnen. Eins können die Unternehmensgründer allerdings nicht verstehen: Von den öffentlichen Verwaltungen haben sie bisher noch keine Aufträge erhalten. „Dabei könnten die Steuerzahler Tausende von Euro sparen, wenn wir die Post für die Verwaltungen verteilen würden“, so das Ehepaar. Außerdem sollten die Kommunalpolitiker doch eigentlich dafür sorgen, dass örtliche Dienstleister beauftragt würden.
„Rico's Briefdienst“ unterliegt genauso wie andere Postunternehmen der Kontrolle durch die Netzagentur. Es gelten auch die gleichen Vorschriften - zum Beispiel dafür, nach wie viel Tagen ein Brief zugestellt sein muss. Auch Sonderleistungen, wie zum Beispiel Einschreiben, gehören zum Angebot. Pakete stellt man allerdings nicht zu. Rico Weber: „Der Paketdienst ist ein ganz anderes Geschäft.“

Von Johannes Puderbach

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger am 21. November 2009

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Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:
Private Kunden können ihre Post bei zwei Briefshops in Euskirchen abgeben: im Lotto- und Tabakgeschäft von Hedi Kirchhof, Wilhelmstraße 9, und bei Computerwelt Büttner, Annaturmstraße 5-7. Weitere Briefshops, auch in Mechernich, sollen demnächst eröffnen. Eins können die Unternehmensgründer allerdings nicht verstehen: Von den öffentlichen Verwaltungen haben sie bisher noch keine Aufträge erhalten. „Dabei könnten die Steuerzahler Tausende von Euro sparen, wenn wir die Post für die Verwaltungen verteilen würden“, so das Ehepaar. Außerdem sollten die Kommunalpolitiker doch eigentlich dafür sorgen, dass örtliche Dienstleister beauftragt würden.
„Rico's Briefdienst“ unterliegt genauso wie andere Postunternehmen der Kontrolle durch die Netzagentur. Es gelten auch die gleichen Vorschriften - zum Beispiel dafür, nach wie viel Tagen ein Brief zugestellt sein muss. Auch Sonderleistungen, wie zum Beispiel Einschreiben, gehören zum Angebot. Pakete stellt man allerdings nicht zu. Rico Weber: „Der Paketdienst ist ein ganz anderes Geschäft.“


Also ganz ehrlich, da fällt mir schon wieder nichts mehr ein !!! Zwei Geschäfte nehmen Briefe an und schon nennt man diese "Briefshops" !!! Dieser Hungerlohn-Zustelldienst hat ja noch nicht einmal eigene Briefmarken und nur weil ich irgendwo mal ein/zwei Briefe abgeben kann, wird daraus sicherlich kein "Briefshop"...unglaublich !!!!

Der nächste Hammer ist ja nun der Spruch, dass man gar nicht versteht, warum hier Behörden nicht ihre Briefe durch diesen Hungerlohn-Zustelldienst zustellen lassen. Kann es sein, dass wir in Deutschland ein bestehendes Entsendegesetz haben, was für Briefzusteller einen Mindest-Stundenlohn von 9,80 Euro vorschreibt !!! Genau diese Art von Zustelldiensten sorgt doch dafür, dass tausende sozialpflichtige Arbeitsplätze in der Zustellbranche den Bach runter gehen. Das ist ja wohl ein Witz, dass hier Behörden, welche die gesamten Zusteller von diesen Hungerlohn Zustelldienst zu 100 % mit Sozialleistungen versorgen müßen, weil man in diesen Zustelldienst gegen Entsendegesetze verstößt und der Laden dann noch beanspruchen möchte, die Briefe dieser Behörden auszutragen. Das ist doch eine absolute Frechheit, seinen Zustellern hier lächerliche 0,12 Eurocent pro Brief zu bezahlen und in der Presse noch für seinen Hungerlohn Werbung zu betreiben. Was sind das denn hier für Zeitungen, welche Zustelldienste Hochjubeln die gegen Entsendegesetze verstoßen und Sittenwidrige Löhne bezahlen ??? Aber hier sieht man auch sehr deutlich, dass die "Allianz" welche von TNT wohl gestartet wird aus Hungerlohn Zustelldiensten besteht, wo ALLE Steuerzahler die Zusteller bezahlen dürfen !!! EINE SCHANDE.....ich könnte echt ausflippen !!!

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57000 Briefsendungen habe ich im Oktober auch zugestellt...
Postdrohne

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