Die Einigung führt nach weiteren Angaben der Post 2010 und 2011 zu Kostenentlastung von rund 140 Mio EUR bzw 230 Mio EUR. Beides werde sich direkt im Briefergebnis niederschlagen, hieß es.
Die Gewerkschaft habe außerdem weitere Gespräche zur Lösung der strukturellen Probleme der Post zugesagt. Dies gelte, wenn sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens weiter verschlechtern sollte.
"Wir haben einen Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses und für sichere Arbeitsplätze errungen", sagte Post-Vorstandsvorsitzender Frank Appel. Der Vorstand sei überzeugt, dass damit ein signifikanten Beitrag zur Ergebnissicherung im Unternehmensbereich Brief für die nächsten beiden Jahren erreicht worden sei. Post und verdi haben den Angaben zufolge vereinbart, dass es über die zum 1. Dezember 2009 geplante Lohnerhöhung von 3% keine weitere Erhöhung vor dem 1. Januar 2012 geben wird. Die kostensenkenden Vereinbarungen aus dem aktuellen Tarifvertrag, wie die Beibehaltung von Heiligabend und Silvester als Arbeitstage, würden bis zu zwei Jahren verlängert, hieß es. Im Gegenzug würden die tariflichen Beschäftigten des Unternehmens eine Einmalzahlung von 320 EUR erhalten, die im März 2011 ausgezahlt werde. Um 6 Monate bis zum 31. Dezember 2011 verlängert wird die Vereinbarung zur Reduzierung bezahlter Pausen aus dem laufenden Tarifvertrag. Ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt wird der Beschäftigungspakt verlängert, der den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen enthält.
Eine Einigung gab es auch bei der Fremdvergabe von Leistungen. So kann die Post im Bereich Paket weitere 166 Paketzustellbezirken an Partnerunternehmen vergeben werden. Im Bereich Transport zwischen den Briefzentren können von derzeit 4.150 Fahrern weitere 550 durch Servicepartner ersetzt werden.
Quelle: Märkische Allgemeine am 30. Oktober 2009
Schlagworte: appel, dpag, post, tarifstreit, tarifverhandlung, ver.di
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