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"Märkische Allgemeine" schreibt am 30. Oktober 2009 - "Deutsche Post und verdi einigen sich bei Tarifverhandlungen" !!!

Die Einigung führt nach weiteren Angaben der Post 2010 und 2011 zu Kostenentlastung von rund 140 Mio EUR bzw 230 Mio EUR. Beides werde sich direkt im Briefergebnis niederschlagen, hieß es.
Die Gewerkschaft habe außerdem weitere Gespräche zur Lösung der strukturellen Probleme der Post zugesagt. Dies gelte, wenn sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens weiter verschlechtern sollte.
"Wir haben einen Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses und für sichere Arbeitsplätze errungen", sagte Post-Vorstandsvorsitzender Frank Appel. Der Vorstand sei überzeugt, dass damit ein signifikanten Beitrag zur Ergebnissicherung im Unternehmensbereich Brief für die nächsten beiden Jahren erreicht worden sei. Post und verdi haben den Angaben zufolge vereinbart, dass es über die zum 1. Dezember 2009 geplante Lohnerhöhung von 3% keine weitere Erhöhung vor dem 1. Januar 2012 geben wird. Die kostensenkenden Vereinbarungen aus dem aktuellen Tarifvertrag, wie die Beibehaltung von Heiligabend und Silvester als Arbeitstage, würden bis zu zwei Jahren verlängert, hieß es. Im Gegenzug würden die tariflichen Beschäftigten des Unternehmens eine Einmalzahlung von 320 EUR erhalten, die im März 2011 ausgezahlt werde. Um 6 Monate bis zum 31. Dezember 2011 verlängert wird die Vereinbarung zur Reduzierung bezahlter Pausen aus dem laufenden Tarifvertrag. Ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt wird der Beschäftigungspakt verlängert, der den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen enthält.
Eine Einigung gab es auch bei der Fremdvergabe von Leistungen. So kann die Post im Bereich Paket weitere 166 Paketzustellbezirken an Partnerunternehmen vergeben werden. Im Bereich Transport zwischen den Briefzentren können von derzeit 4.150 Fahrern weitere 550 durch Servicepartner ersetzt werden.


Quelle: Märkische Allgemeine am 30. Oktober 2009

Schlagworte: appel, dpag, post, tarifstreit, tarifverhandlung, ver.di

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Kommentare zu diesen Artikel

"Tagesschau.de" schreibt am 30. Oktober 2009 hierzu:


Post und ver.di einigen sich im Tarifstreit - Kein Poststreiks im Weihnachtsgeschäft

Die Deutsche Post und die Gewerkschaft ver.di haben ihre Streitigkeiten beigelegt und damit einen Streik im Weihnachtsgeschäft abgewendet. Beide Seiten einigten sich darauf, dass es in den kommenden zwei Jahren weiter keine Fremdvergabe in der Briefzustellung geben wird. In der Paketzustellung werde die Fremdvergabe hingegen ausgeweitet.

Tariferhöhung kommt wie vereinbart

Darüber hinaus einigten sich die Tarifparteien auch über die Bezahlung für die rund 130.000 Tarifbeschäftigten. Danach soll die bereits vereinbarte Lohnerhöhung um drei Prozent zum 1. Dezember umgesetzt werden. Bis Ende 2011 wird es zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro geben - allerdings auch keine weiteren Lohnerhöhungen. Der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen wurde ebenfalls bis Ende 2011 verlängert. Zudem bleibe die Wochenarbeitszeit bei 38,5 Stunden. "Wir sind ausgesprochen zufrieden mit diesem Ergebnis", sagte ver.di-Vize Andrea Kocsis. Gleichzeitig räumte sie ein, dass man sich bereits in Vorbereitungen zu einem Arbeitskampf befunden habe. Der Vorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel, sprach von einem "Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses".

Zähe Tarifverhandlungen im vergangenen Jahr

Bei der Tarifeinigung Ende April 2008 war mit den Arbeitnehmern eine Erhöhung der Löhne und Gehälter in zwei Schritten um vier und drei Prozent vereinbart worden. Die Post hatte den zum 1. Dezember geplanten zweiten Schritt aber wieder infrage gestellt.

Quelle: Tagesschau.de am 30. Oktober 2009

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"Spiegel Online" schreibt am 30. Oktober 2009 hierzu:


Post knickt nach Streikdrohungen von Ver.di ein

Die Verbraucher müssen bei der Weihnachtspost nicht mit Verzögerungen rechnen: Der Tarifstreit bei der Post ist beigelegt. Mehr als hunderttausend Beschäftigte erhalten ab Dezember drei Prozent mehr Lohn.

Berlin - Der Tarifstreit bei der Deutschen Post ist beendet. Die 130.000 Tarifbeschäftigten erhalten wie geplant von Dezember an drei Prozent mehr Lohn. Zudem bleibt die allgemein verbindliche Arbeitszeit der Post-Mitarbeiter von 38,5 Wochenstunden bestehen. Damit arbeiten die Angestellten weiterhin kürzer als im öffentlichen Dienst. Die Details teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di am Freitagmittag in Berlin mit. Die Tarifkommission habe der Abmachung einstimmig zugestimmt, sagte eine Sprecherin. Unternehmen und Gewerkschaft einigten sich demnach auf eine längere Laufzeit für den Tarifvertrag. Der bestehende Vertrag werde um ein Jahr bis Juni 2011 verlängert, erklärte die Gewerkschaft. Die Post geht damit doch noch auf die Forderungen der Belegschaft ein. Zuvor hatte der Post-Vorstand die bereits im Frühjahr 2008 vereinbarte Lohnerhöhung noch verschieben oder sogar ganz aufheben wollen - wegen des Umsatzeinbruchs bei der Post und dem wachsenden Druck durch erheblich billigere Konkurrenten.
Ver.di hatte daraufhin mit Streiks gedroht. Ein Arbeitskampf aber hätte Einfluss auf das wichtige Weihnachtsgeschäft der Post gehabt. Das vierte Quartal des Geschäftsjahres ist für den Postkonzern das mit Abstand wichtigste.

ssu/dpa-AFX/Reuters

Quelle: Spiegel Online am 30. Oktober 2009

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"Stern.de" schreibt am 30. Oktober 2009 hierzu:


Einigung im Tarifkonflikt der Post

Der Tarifstreit bei der Deutschen Post ist beigelegt. Die Gewerkschaft Verdi und die Post hätten sich auf ein umfassendes Paket zur Beschäftigungssicherung und Kostenstabilisierung im Unternehmensbereich verständigt, teilte der Konzern am Freitag in Bonn mit.

Der Tarifstreit bei der Deutschen Post ist beigelegt. Die Gewerkschaft Verdi und die Post hätten sich auf ein umfassendes Paket zur Beschäftigungssicherung und Kostenstabilisierung im Unternehmensbereich verständigt, teilte der Konzern am Freitag in Bonn mit.
Im Gegenzug haben sich beide Parteien laut Post für die Jahre 2010 und 2011 auf eine Nullrunde beim Lohn geeinigt. Die Gewerkschaft verzichtet damit auf eine lineare Entgelterhöhung im Dezember 2010 und begnügt sich stattdessen mit einer Einmalzahlung von 320 Euro. Außerdem bekommen die Briefboten bis zum 30.6.2011 keine Zuschläge mehr für Überstunden. Vereinbart wurde zudem eine Ausweitung der Fremdvergabe im Paket- und Transportbereich. Die Einigung führe zu einer deutlichen Kostensenkung in Höhe von 140 Millionen Euro im Jahr 2010 und rund 230 Millionen Euro im Jahr 2011, die sich direkt auf das Briefergebnis niederschlügen.
Postchef Frank Appel sagte: «Wir haben einen Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses und für sichere Arbeitsplätze errungen.» Damit sei ein signifikanter Beitrag zur Ergebnissicherung im Unternehmensbereich Brief erreicht worden. Er sei der Post sehr wichtig gewesen, die schwierige Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft nicht noch durch einen Streik im Brief- und Paketbereich vor Weihnachten zusätzlich zu belasten.

Quelle: Stern.de am 30. Oktober 2009

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Also da fassen wir doch mal die heldenhaften Einigungen zusammen !!!

1. Die Gewerkschaft verzichtet damit auf eine lineare Entgelterhöhung im Dezember 2010 und begnügt sich stattdessen mit einer Einmalzahlung von 320 Euro.

Soll das ein Witz sein !!! Was bleibt denn bitte von den 320,- Euronen dann Netto übrig. Im Verhältnis zu einer Entgelterhöhung ist das ein recht schlechter Deal!!!


2. Außerdem bekommen die Briefboten bis zum 30.6.2011 keine Zuschläge mehr für Überstunden.

Das ist ja nun das Allerbeste. Durch Jahrelangen Stellenabbau....unter der Duldung von ver.di..., konnte man schon im Dezember 2008 sehr gut beobachten, dass durch Krankheiten der Zusteller ganze Zustellgebiete eingebrochen sind. Der größte Teil der Zusteller muß täglich Überstunden leisten um sein erweitertes Zustellgebiet überhaupt schaffen zu können. Also ist hier der Zusteller wieder einmal der Idiot.....und das ist ebenfalls ein mehr wie schlechter Deal.


3. Vereinbart wurde zudem eine Ausweitung der Fremdvergabe im Paket- und Transportbereich.

Wie waren denn die großen Sprüche der ver.di-Leutchen in den letzten Wochen.... "Eine Ausweitung der Fremdvergabe muß verhindert werden..blablabla"...!!! Es ist recht interessant, dass eine Gewerkschaft die ja sooooo gegen Hungerlohnfirmen ist, hier dieses bei der Post AG auch noch fördert. Davon mal abgesehen, dass dieses dann auch mal wieder ein Stellenabbau zur Folge haben wird, wo sozialpflichte Arbeitsplätze durch billige Subunternehmen ersetzt werden. In meinen Augen ist es reine Heuchelei von ver.di in der Öffentlichkeit immer dagegen zu sein, wo sie selbst mal wieder in diesen Tarifvertrag zugestimmt haben.

Mein Fazit zu der ach so tollen Einigung !!!

Wie schon bei der letzten Tarifeinigung ist hier ver.di mal wieder eingebrochen. Alles muß ganz auf die schnelle geregelt werden, ohne an seinen Prinzipien festzuhalten. Der Idiot ist nun wieder einmal der Briefzusteller, der nun nach dem Wegfall seiner Pausen für ein paar lächerliche Prozente auch noch auf die Zuschläge der Überstunden verzichten muß. Der große Gewinner ist eindeutig der Postvorstand, der hier mehr eigene Interessen durchgesetzt hat. Wenn man sich mal die Show von ver.di in den letzten Wochen anschaut und dieses Ergebnis der ach so harten Tarifverhandlung, dann stelle ich mal trocken fest, dass man ver.di als Sprücheklopfen in die Tonne hauen kann. Aber welch ein Sieg...denn die Postmitarbeiter bekommen 3% ab den 01. Dezember 09 mehr. Doch der Preis den nun wieder die Postmitarbeiter dafür bezahlen dürfen ist weitaus höher.
Für mich ist der Wirbel im Vorfeld und das Ergebnis der Tarifverhandlung echt die reine Verarschung !!!

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Hallo,

die Pressemeldung zum Thema kann man hier auf der Internetseite von DP DHL nachlesen.

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Und hier die Pressemeldung der Deutschen Post DHL AG vom 30. Oktober 2009, auf welche hier "zustellerköln" hingewiesen hat.


Tarifverhandlungen: Wichtiger Schritt in Richtung Zukunftssicherung Brief

- Einsparungen in Höhe von rund 140 Millionen Euro in 2010 und rund 230 Millionen Euro in 2011
- Keine Lohnerhöhung in 2010 und 2011
- Streiks vor Weihnachten verhindert
- Konzernchef Appel: "Etappensieg für stabile Erträge und sichere Arbeitsplätze"


Bei den Tarifverhandlungen für die rund 130.000 Arbeitnehmer der Deutschen Post haben sich das Unternehmen und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi heute auf ein umfassendes Paket zur Beschäftigungssicherung und Kostenstabilisierung im Unternehmensbereich Brief verständigt.
Beide Parteien einigten sich auf eine Nullrunde beim Lohn in den Jahren 2010 und 2011. Zusätzlich wurde eine Ausweitung der Fremdvergabe im Paket- und Transportbereich vereinbart. Darüber hinaus hat der Sozialpartner weitere Gespräche zur Lösung der strukturellen Probleme der Post zugesagt - sofern sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens weiter verschlechtert. Insgesamt führt die Einigung mit Verdi zu einer deutlichen Kostenentlastung in Höhe von rund 140 Millionen Euro in 2010 und rund 230 Millionen Euro in 2011, die sich direkt im Briefergebnis niederschlagen werden. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Frank Appel, sagte: "Wir haben einen Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses und für sichere Arbeitsplätze errungen. Wir sind überzeugt, dass wir damit ein signifikanten Beitrag zur Ergebnissicherung im Unternehmensbereich Brief für die nächsten beiden Jahren erreicht haben. Nur weil wir die Probleme rechtzeitig angesprochen haben, konnten wir dieses Ergebnis erzielen. Es war uns sehr wichtig, die schwierige Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft nicht noch durch einen Streik im Brief- und Paketbereich vor Weihnachten zusätzlich zu belasten."

Lohn und Arbeitszeit

Konkret haben die Deutsche Post und Verdi vereinbart, dass es über die zum 1. Dezember 2009 geplante Lohnerhöhung in Höhe von 3,0 Prozent keine weitere Erhöhung vor dem 1. Januar 2012 geben wird. Die kostensenkenden Vereinbarungen aus dem aktuellen Tarifvertrag - wie z.B. die Beibehaltung von Heiligabend und Silvester als Arbeitstage - werden bis zu zwei Jahre verlängert. Im Gegenzug erhalten die tariflichen Beschäftigten des Unternehmens eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro, die im März 2011 ausgezahlt wird.

Beschäftigungssicherung

Die Vereinbarung zur Reduzierung bezahlter Pausen aus dem laufenden Tarifvertrag, die zu 50 Minuten Mehrarbeit ohne Lohnausgleich führen, wird um 6 Monate bis zum 31. Dezember 2011 verlängert. Darüber hinaus wird der Beschäftigungspakt - d.h. Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen - ebenfalls bis zu diesem Termin verlängert.

Fremdvergabe

Im Bereich Paket können weitere 166 Paketzustellbezirken auf insgesamt 990 an Partnerunternehmen vergeben werden. Auch im Bereich Transport zwischen den Briefzentren können von derzeit 4.150 Fahrern weitere 550 durch Servicepartner ersetzt werden.

Quelle: Pressemeldung der Deutschen Post DHL AG am 30. Oktober 2009

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Naja, das Ergebnis ist nicht das schlechteste...

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Achim85 hat folgenden Kommentar geschrieben:
Naja, das Ergebnis ist nicht das schlechteste...


Stimmt.......für den Postvorstand ist es ein Prima Ergebnis !!!

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Ich glaube @Underground hat Recht. Natürlich sind wir erst einmal alle froh, dass es nicht zum Äußersten kommen musste, aber das Schlimme ist an jeder Tarifrunde, das es für die Arbeiter immer einschneidende Veränderungen gibt und in der Vergangenheit mehrfach gab. Wie heißt es immer so schön: Es ist ein Geben und Nehmen oder EIn Schritt vor und drei zurück. Wir Mitarbeiter verlieren doch immer mehr. Schön, wir haben bislang eine Jobgarantie und werden vernünftigt bezahlt, aber die Arbeitsleistung, die wir dafür erbringen müssen hat in den letzten Jahren exponential zugenommen. Eine Lohnerhöhung soll doch in erster Linie die gestiegenen Kosten und Inflation ausgleichen. Aber wir müssen immer wieder andere Dinge mit in Kauf nehmen. Als Frachtzusteller wäre ich alles andere als begeistert, wenn ich lese, dass weitere Teile wieder an Subunternehmer vergeben werden. Tja und irgendwann ist dann die Briefzustellung dran, es wurde lediglich um zwei weitere Jahre verschoben und insgeheim findet ja schon eine gewissen Auslagerung statt, Stichwort: TVZ. Wir vollbezahlten Kräfte werden nach und nach ersetzt. Diese Leute bekommen 19,25 h Verträge mit einem Rahmendienstplan. Ich hoffe, Jeder versteht was ich meine.

Ergo hätte es schlimmer ausgehen können, aber wartet mal die nächste Bemessung ab, da holt sich der Arbeitgeber die geforderten 40 STundenwoche indirekt zurück.

Hoffentlich haben hier noch mehr Leute mal den Mut ihre Meinung zu schreiben.

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@ Marvin

Nachdem ich mich ein bißchen wieder beruhigt habe....über das ach so tolle Ergebnis..., kann ich hier keinen einzigen Vorteil für die Postmitarbeiter finden. Wenn man sich mal die drei wichtigsten Punkte, welche hier von ver.di mit "aller Kraft" verhindert werden sollten anschaut, hat der Postvorstand ver.di bei diesen Tarifvertrag geradezu vorgeführt.

Ein Grund für die ganze Aufregung war ja der "Vorschlag" vom Postvorstand die für Dezember 09 geplante Lohnerhöhung von 3% für ein Jahr auszusetzen. Wir reden hier von einer bereits bestehenden Vereinbarung aus dem letzten Tarifvertrag. Wenn man sich mal die Zeit nimmt und alle Aussagen hierzu vom Postvorstand verfolgt, war nie die Rede davon diese 3% nicht zu bezahlen. So betrachtet, hat der Postvorstand lediglich darum gebeten diese 3% zu verschieben. Der Postvorstand hat nie gesagt er wird die 3% auf keinen Fall bezahlen. Daher wurde ja auch von Seiten Appel direkt an die Postmitarbeiter appelliert. Also das jetzt als großen Sieg hinzustellen, dass die Post nun die sowieso vereinbarten 3% mehr bezahlt ist geradezu lächerlich. Der Oberwitz hier ist ja nun einmal, dass eine bereits im letzten Tarifvertrag verankerte Vereinbarung nun durch weitere Kompromisse zugunsten der Kasse des Vorstandes umgesetzt wird. Es ist doch der Hammer, dass eine Gewerkschaft das als großen Sieg hinstellt, wenn eine bestehende Tarifvereinbarung mit zusätzlichen Abstrichen bei den Mitarbeitern nun UMGEÄNDERT wurde. Als dankeschön, dass man hier ja sooooo standhaft sein wollte, dürfen die Briefzusteller die zu tausenden jeden Tag Überstunden machen nun auch noch auf die Überstundenzulagen verzichten.

Und da kommen wir mal zu den 18 Minuten Mehrarbeit, welche ja absolut nicht stattfinden sollte. Schön, dass die Briefzusteller dank ver.di selbstverständlich weiterhin 38,5 Stunden in der Woche Arbeiten dürfen. Es gab mal eine Berechnung (muß ich mal raussuchen), wo man festgestellt hat, dass der größte Teil der Briefzusteller jeden Tag nicht unerhebliche Überstunden leisten muß. Der Hauptgrund liegt zum einen im Einsparen von Personal und von der Vergrößerung der Zustellbezirke. Also der größte Teil der Zusteller hätte die 18 Minuten lediglich in seinen Überstunden gemerkt, die er jeden Tag leisten muß. Nun verzichten die Briefzusteller auf ihre Zulagen der Überstunden, damit man lächerlich 18 Minuten nicht "Umsonst" arbeiten soll ??? Was ist das denn bitte für ein Schwachsinn !!! Dadurch entstehen den Zusteller bei weiten höhere Verluste, als ein paar Minuten um Tag mehr zu arbeiten. Wie kommt es denn dazu, dass die Briefzusteller so viele Überstunden schieben müßen ??? Fakt ist ja nun einmal, dass ein Einsparen von Personal doch schon seit Jahren in vielen Bereichen umgesetzt wird. Daran hat sich doch ver.di auch nie gestört. Es werden jedes Jahr und das schon seit Ewigkeiten, über 5.000 sozialpflichtige Stellen bei der Post AG eingespart. Dieses geschieht nicht durch Kündigungen...nöööö !!! Hier wird einfach mal Personal was normal ausscheidet nicht mehr durch sozialpflichte Arbeitsplätze ersetzt. Man bedient sich dann hier der 400,- Euro Kräfte und neue Mitarbeiter, welche einen 6 oder 12 Monatvertrag erhalten. Und das wird so seit Jahren mit der ZUSTIMMUNG von ver.di praktiziert. Das ist doch der Grund dafür, dass besonders in den Wintermonaten wo der Krankenstand nun einmal aus nachvollziehbaren Gründen ansteigt in letzten Jahr zu einen Chaos in der Zustellung geführt hat, weil keine Zusteller vorhanden waren. Die jetzigen Zusteller können diesen jedes Jahr stattfindenen Personaleinbruch ja nur mit nun nicht mehr honorierten Überstunden halbwegs ausgleichen.

Und dann die große Klappe von ver.di, was die Fremdvergabe an Subunternehmen angeht.
Die größten Sprüche waren von ver.di, dass auf jeden Fall eine Fremdvergabe an Subunternehmen verhindert werden soll. Und als Ergebnis stellen wir nun mal wieder fest, dass alleine der Postvorstand seinen Weg durchgesetzt hat und nun weitere Bereiche an Billige Hungerlohnfirmen vergeben werden. Hier wird nicht nach Qualität gesucht, sondern welche Subunternehmen am billigsten sind. Davon mal abgesehen, dass nun auch hier wieder sozialpflichtiges Personal eingespart wird, ist es doch der Hammer schlecht hin, wenn eine Gewerkschaft hier zustimmt den Lohndumping bei Subunternehmen geradezu zu Fördern. Und ich habe mal nachgeschaut und 41 Zeitungsberichte gefunden wo ver.di angekündigt hatte, dieses mit ALLEN Mitteln zu verhindern.

Die gesamten Punkte auf welche sich hier ver.di geeinigt hat, sind Nachteile zu lasten aller Postmitarbeiter. Die Briefzustellung läuft jetzt schon auf dem letzten Loch und als dankeschön, dass die Briefzusteller das mit Überstunden versuchen abzudecken, entfallen deren Zulagen für Überstunden. Für lächerliche 18 Minuten Mehrarbeit, was auf deutsch nichts weiter wäre, wie mal kurz eine Zigarettenpause zu machen. Und wenn sich ver.di nun feiern lassen möchte, weil die Post den Mitarbeitern die 3% mehr Lohn ab Dezember 09 bezahlt, was im letzten Tarifvertrag sowieso schon festgelegt wurde und der Postvorstand lediglich den Vorschlag einbrachte dieses zu verschieben und die Briefzusteller nun keine 18 Minuten umsonst Arbeiten müßen, was bei den täglichen Überstunden sowieso nicht auffällt...dann hat ver.di in meinen Augen einen an der Waffel.

Es ist doch schon lächerlich, wenn ver.di Mister Gerdes vom Postvorstand in der Presse verteufelt und gleichzeitig eine drei jährige Verlängerung seiner Aufgabe in der Briefsparte im Aufsichtsrat zustimmt. Und ist es nicht wieder einmal recht erstaunlich, wie schnell man sich hier einig wurde ??? Einen Tag vorher sprach ver.di noch von den großen Kampf in der Tarifrunde, was ver.di den Postmitarbeitern bei den inszenierten Betriebsversammlungen auch noch auf die Nase gebunden hatte. Und urplötzlich...über Nacht...sind sich ver.di und der Postvorstand wieder einmal ganz schnell einig geworden. Das war beim letzten Tarifstreit nicht anders. In meinen Augen hat ver.di in jeder Hinsicht hier verloren und für mich persönlich ist ver.di nichts anderes wie ein Haufen Sprücheklopfer, die schon lange mehr die Interessen der Konzernbonzen vertreten als hier mal richtig für ihre zahlenden Mitglieder zu kämpfen. Das hat schon seine Gründe, warum gerade ver.di immer mehr Mitglieder verliert und in der üblichen Zustellbranche eine Lachnummer geworden ist. Und wo ist denn plötzlich der ach so große Protest von ver.di geblieben, weil der Postvorstand neue Mitarbeiter erst einmal nach dem Entsendegesetz bezahlen möchte ??? Hätte auch ziemlich bescheuert ausgesehen, wenn man sich ver.di darüber auch noch beschweren würde, wenn ein Konzern den Stundenlohn anwendet, welchen ver.di zusammen mit der Post AG um die Konkurrenz aus den Weg zu räumen selbst erfunden hat.


Habe fertig

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"Welt Online" schreibt am 31. Oktober 2009 hierzu:


Deutsche Post verhindert Streiks vor Weihnachten

Konzern einigt sich mit Gewerkschaft über Lohnerhöhung um drei Prozent - Arbeitszeit bleibt unangetastet - Vertrag läuft bis Ende 2011


Bonn/Berlin - Der Tarifstreit bei der Deutschen Post ist beigelegt. Die Post zahlt den 130 000 Tarifbeschäftigten, wie bereits im vergangenen Jahr vereinbart, die ab Dezember vorgesehene Lohnerhöhung von drei Prozent. Dies wollte Post-Vorstandschef Frank Appel ursprünglich stoppen. Im Gegenzug einigten sich beide Parteien für die Zeit zwischen Juni 2010 und Dezember 2011 auf eine Nullrunde.
Die Beschäftigten erhalten zwar eine Einmalzahlung von 320 Euro, sie verzichten jedoch für den Zeitraum auf eine lineare Entgelterhöhung. Eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden, wie sie der Vorstand vehement gefordert hatte, wird es ebenfalls nicht geben. Vereinbart wurde zudem eine geringere Ausweitung der Fremdvergabe im Paket- und Transportbereich. Statt bislang 824 dürfen nun 990 Zustellbezirke im Paketversand an Fremdfirmen vergeben werden. Insgesamt gibt es 6800 dieser Bezirke. Und statt bisher 4150 muss die Post zukünftig noch 3600 eigene Fahrer im Transport zwischen den Briefzentren einsetzen. Die Einigung führt nach Angaben der Post zu einer Kostensenkung von 140 Mio. Euro im Jahr 2010 und rund 230 Mio. Euro im Jahr 2011.
"Wir haben einen Etappensieg für die Stabilisierung des Briefergebnisses und für sichere Arbeitsplätze errungen", sagte Postchef Appel. "Wir sind überzeugt, dass wir damit einen signifikanten Beitrag zur Ergebnissicherung im Unternehmensbereich Brief erreicht haben." Zudem habe Ver.di weitere Gespräche zur Lösung der strukturellen Probleme der Post zugesagt, sofern sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens schlechter entwickelt als derzeit von beiden Seiten angenommen, sagte der Manager in Bonn. Es sei der Post wichtig gewesen, die schwierige Gesamtsituation der deutschen Wirtschaft nicht noch durch einen Streik im Brief- und Paketbereich vor Weihnachten zusätzlich zu belasten.

Die tarifpolitische Vernunft habe sich durchgesetzt, kommentierte die stellvertretende Ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. "Die Einigung bringt Sicherheit für die kommenden zwei Jahre." Die Post werde am Ende des Jahres ein Ergebnis einfahren, dass über einer Milliarde Euro liege. "Wir sahen daher keinerlei Anlass, die Personalkosten zu senken", sagte die Gewerkschafterin. Die Post sei eines der wenigen Unternehmen in Deutschland, die in den vergangenen 24 Monaten die Löhne um sieben Prozent erhöht hätten, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Stephan Teuscher. Das sei bei der Einigung anerkannt worden. Zudem sei vereinbart worden, dass die Briefboten bis 2011 keine Zuschläge für Überstunden bekommen. Kocsis äußerte sich zufrieden darüber, dass die Briefzustellung in den nächsten zwei Jahren nicht an Fremdfirmen vergeben werden darf. Zudem wurde der Kündigungsschutz verlängert. "Es darf keine Entlassungen und Änderungskündigungen geben. Wir sind sicher, dass dieses Schutzpaket dazu führt, dass kein Beschäftigter durch eine Fremdvergabe um seinen Arbeitsplatz fürchten muss", sagte Teuscher. Die Einigung war in der dritten Verhandlungsrunde nach einer Nachtsitzung in Berlin am Freitagmorgen erzielt worden. "Dieses Ergebnis ist der großen Geschlossenheit der Beschäftigten zu verdanken", sagte Kocsis. "Sie hatten keinerlei Verständnis für die Forderungen der Arbeitgeber. Wir waren in Vorbereitung für einen Streik. Wir sind sehr froh, dass wir die Auseinandersetzung mit diesem Ergebnis beenden können."
Die Post-Aktie verlor daraufhin zunächst ein Prozent im Kurs. Bankanalysten begründeten das damit, dass sie höhere Einsparungen für den Konzern erwartet hatten. Am kommenden Donnerstag wird die Post die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate bekannt geben. Der Briefbereich soll dabei nach Informationen aus dem Unternehmen über den Erwartungen abgeschnitten haben. nic/dpa

Von Birger Nicolai

Quelle: Welt Online am 31. Oktober 2009

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ich frage mich, wie kann man sich gegen so einen scheiß wehren? aus meiner Sicht fast gar nicht, weil wenn ich austrette komme ich dem Vorstand entgegen und was der will is klar.
Es ist eine absolute frechheit sowas auch noch als Sieg zu verherrlichen, die müßen endlich mal lernen das die Methoden aus dem 3ten Reich heute nicht mehr ziehen. Die Leute laßen sich heute nicht mehr so leicht blenden, wie damals als jeder vom Endsieg sprach. Entschuldigt bitte diesen Vergleich aber nen besseren Vergleich kenne ich nicht.
Normalerweise müßten sich die Leute jetzt alle zusammenraufen und ohne Verdi gegen den Tarifvertrag demonstrieren. Komme was wolle und wenn das in der Weihnachtszeit stattfindet is das nunmal so, dann sehen die im Idiotentower endlich mal die wahre Macht der Zusteller. Ein Generallstreik täte dem Unternehemen mal mehr als gut, aber das Rückrat von Verdi ist leider dünn wie ein Haar. Warum schaffen es andere Gewerkschaften für Ihre Mitglieder vernünftige Verträge auszuhandeln und bei uns nicht???
Es kann nicht sein das man sich von einer Gewerkschaft nun auch noch verarschen laßen muß, ohne dagegen etwas tun zu können. Das ganze erinnert mich irgendwie an die GNBZ.

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