Postboten-Forum

Wahre Informationen zu den deutschen Zustelldiensten !!!

Post-Ärger im Neubaugebiet auf dem früheren TGS-Sportplatz / Pressesprecher bittet die Kunden um Entschuldigung.

Jügesheim - (bp) Über mangelhafte Dienstleitungen der Post klagen Anwohner des Neubaugebiets auf dem ehemaligen TGS-Fußballplatz. Familie Frank Kukula und drei ihrer Nachbarn im Robert-Haller-Ring haben eine Woche überhaupt keine Briefe erhalten und dann am Montag urplötzlich eine Sammelzustellung von 15 und 19 Sendungen.
Darunter waren nicht nur die verspätet eingetroffenen (und damit unbrauchbaren) Unterlagen für die Bürgermeisterwahl, sondern auch wichtige Vertragsdokumente.
Die Anwohner hatten bei der Post schon vor Tagen reklamiert. Zunächst hieß es, die nicht zugestellten Sendungen seien an die Absender als unzustellbar zurückgeschickt worden. Dann erhielten die Bürger ihre Briefe, Zeitschriften, Rechnungen . . . schließlich doch mit der Begründung, ein Zusteller habe diese „in einer Kiste unter seinem Schreibtisch gefunden“.
Frank Kukula ist stinksauer und hat dem Reklamationsdienst der Post Fragen übermittelt: Warum wurde die Zustellung für eine Woche ausgesetzt? Wie kann es sein, dass als „nicht zustellbar“ eingestufte Sendungen in irgendwelchen Kisten irgendwo herumliegen; etwa, bis das Putzpersonal kommt und entsorgt? Wer hat alles Einsicht in Ihre „Kiste“? Wieso konnte der Zusteller heute die gesammelten Sendungen plötzlich wieder zustellen?
Die Post-Pressestelle nahm auf Anfrage unserer Zeitung Stellung zu dem Vorfall. Pressesprecher Alexander Böhm sagte, es sei für das Neubaugebiet ein neuer Zusteller eingeteilt worden. Er habe die Adressen „nicht einwandfrei zuordnen können“ und die Sendungen deshalb aufgehoben.
Es sei mehr als unglücklich, dass die Briefe eine ganze Woche lang liegen geblieben seien. Böhm bat die Kunden um Entschuldigung. Die Post habe dafür gesorgt, dass dies nicht mehr vorkomme.
Andrea Kukula ist damit nicht ganz zufrieden. Sie versichert, ihr Briefkasten sei hinreichend gekennzeichnet. „Die Zustellung hat ja auch vorher einigermaßen geklappt. Und Hermes und andere Paketauslieferer haben uns in der fraglichen Woche alle gefunden. Nur die Post nicht.“

Quelle: op-online am 16. Oktober 2009

Schlagworte: briefzustellung, dpag, jügesheim, post, postservice, postunterschlagung

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Kommentare zu diesen Artikel

Wieder ein Beweis, dass auch die Deutsche Post AG nicht fehlerfrei ist!

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Daniel Runge hat folgenden Kommentar geschrieben:
Wieder ein Beweis, dass auch die Deutsche Post AG nicht fehlerfrei ist!

Das stimmt wohl !!! Allerdings darf man hier nicht vergessen, dass die Post AG pro Tag Millionen Briefe zustellt. Die Fehlerquote ist daher bei der Post AG sehr gering. Es ist schon ein Unterschied, ob ein Zustelldienst bei 100 Zustellungen pro Tag schon drei Reklamationen hat und die Post die gleiche Anzahl der Reklamationen bei einer Millionen Briefe. Fehlerfrei ist sicherlich kein Zustelldienst....aber ich denke aus eigener Erfahrung in der Zustellbranche sagen zu können, dass kein einziger Zustelldienst was die Fehlerquote angeht der deutschen Post das Wasser reichen kann. Ist schon ein großer Unterschied, ob ich ausgebildete Zusteller beschäftige wie bei der Post, oder Arbeitslose die nebenbei mal Zusteller spielen und die PZA nur daher kennen weil die Post ihnen das selber zustellt.

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Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:

"....Ist schon ein großer Unterschied, ob ich ausgebildete Zusteller beschäftige wie bei der Post, oder Arbeitslose die nebenbei mal Zusteller spielen und die PZA nur daher kennen weil die Post ihnen das selber zustellt."

Hallo Underground,

ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, auf Zusteller privater Postdienste herabzuschauen.

Dass die Fehlerquote dort häufig etwas höher ist, hat nicht generell damit zu tun, dass dort Arbeitslose "Zusteller spielen", sondern häufig mit der Unternehmensführung, dh. vor allem der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen.
Man sollte grundsätzlich auch nicht verallgemeinern.

Ich arbeite seit über 7 Jahren für einen privaten Postdienst, habe mehrere hundert Sendungen täglich und bekomme im Verhältnis nicht mehr Reklamationen als ein Zusteller der Deutschen Post. Ähnliches gilt sicher auch für zahlreiche meiner Kollegen, die ihre Arbeit trotz schlechter Bezahlung häufig gut machen.

Was die Ausbildung als Postzusteller betrifft, habe ich mich in den letzten Jahren immer wieder darüber gewundert, weshalb dies eigentlich ein mehrjähriger Ausbildungsberuf ist. Um z.B. PZA's zuzustellen braucht man lediglich etwas gesunden Menschenverstand und vielleicht einige Minuten Einweisung.

Das soll jetzt aber nicht als Kritik an den Kollegen der Deutschen Post verstanden werden. Ich habe zu diesen ein sehr gutes Verhältnis. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass man erkennt, dass man nicht selten in einer ähnlichen Situation ist. Es macht daher keinen Sinn von Zustellern 1. und 2. Klasse zu sprechen

Liebe Grüsse

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Markus67 hat folgenden Kommentar geschrieben:
Underground hat folgenden Kommentar geschrieben:

"....Ist schon ein großer Unterschied, ob ich ausgebildete Zusteller beschäftige wie bei der Post, oder Arbeitslose die nebenbei mal Zusteller spielen und die PZA nur daher kennen weil die Post ihnen das selber zustellt."

Hallo Underground,

ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, auf Zusteller privater Postdienste herabzuschauen.

Dass die Fehlerquote dort häufig etwas höher ist, hat nicht generell damit zu tun, dass dort Arbeitslose "Zusteller spielen", sondern häufig mit der Unternehmensführung, dh. vor allem der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen.
Man sollte grundsätzlich auch nicht verallgemeinern.

Ich arbeite seit über 7 Jahren für einen privaten Postdienst, habe mehrere hundert Sendungen täglich und bekomme im Verhältnis nicht mehr Reklamationen als ein Zusteller der Deutschen Post. Ähnliches gilt sicher auch für zahlreiche meiner Kollegen, die ihre Arbeit trotz schlechter Bezahlung häufig gut machen.

Was die Ausbildung als Postzusteller betrifft, habe ich mich in den letzten Jahren immer wieder darüber gewundert, weshalb dies eigentlich ein mehrjähriger Ausbildungsberuf ist. Um z.B. PZA's zuzustellen braucht man lediglich etwas gesunden Menschenverstand und vielleicht einige Minuten Einweisung.

Das soll jetzt aber nicht als Kritik an den Kollegen der Deutschen Post verstanden werden. Ich habe zu diesen ein sehr gutes Verhältnis. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass man erkennt, dass man nicht selten in einer ähnlichen Situation ist. Es macht daher keinen Sinn von Zustellern 1. und 2. Klasse zu sprechen

Liebe Grüsse


Nur mal so nebenbei, sind ca. 80% der Zusteller privater Zustelldienste so genannte Hungerlöhner. Bei einen Stundenlohn der sehr oft nach Stücklohn sich zusammen setzt und um die 2,-- Euro liegt, ist es wohl zwangsläufig, dass diese Zusteller "hauptberuflich" Hartz IV beziehen müßen um überhaupt leben zu können. Ich kenne genügend Zustelldienste wo NUR Arbeitslose beschäftigt sind die nebenbei ein paar Euro verdienen. In der Zustellbranche gibt es auf jeden Fall den Zusteller 1. und 2. Klasse. Es ist ja nun ein Unterschied zwischen einen Zusteller der Post AG der noch zu 100% Arbeitskleidung wie auch Arbeitsgeräte erhält und jeden Monat soziale Abgaben von seinen Lohn bezahlen muß und Zusteller, die mit Jooginghose und Damenfahrrad für 100,-- Euro im Monat herumfahren. Der größte Teil dieser Zusteller wurde noch nie in die gesetzlichen Grundlagen der Zustellung eingewiesen. Ich habe das jahrelang selbst Live erlebt und das hat überhaupt nichts damit zu tun, auf Zusteller herabzuschauen !!! Sicherlich liegt das Hauptproblem in der Geschäftsführung solcher zahlreichen dubiosen Zustelldiensten.

Was die PZA-Zustellung angeht, sollte man mal nicht vergessen, dass man hierzu auch eine Zustellungsurkunde (PZU)ausfüllen muß. Macht man dort einen Fehler ist dieses dann Urkundenfälschung. Ich glaube nicht, dass solche Zustellung mit ein paar Minuten blabla und dem Vertrauen der wird es schon irgendwie machen zugestellt werden sollte. Schon davon abgesehen, dass alleine der Briefumschlag zur Fristsetzung oftmals gerichtlich angewendet wird.

Und es ist nun einmal Fakt, dass die Post AG bei weiten weniger Reklamationen hat wie private Zustelldienste die gerademal ein paar hundert Briefchen am Tag zustellen. Und für mich ist schlechter Lohn kein Freifahrtsschein für schlechte Zustellung. Auch ein Zusteller der nur 0,12 Eurocent für einen Brief erhält muß seine Briefe zu 100% gewissenhaft auch zustellen.

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Allerdings macht die Post den gleichen Fehler. Renomierte Stammzusteller werden ersetzt gegen die "Turnschuhbrigade". Das sind Teilzeitkräfte, die in Null Komma Nix angelernt und auf die Menschheit losgelassen werden. Die bekommen sogar feste Touren, während Leute, die 12,15 oder 20 Jahren bei der Post sind, ihre Zustellbezirke immer wieder verlieren. Durch diese laufenden Umsetzungen und Veränderungen ist es kein Wunder, dass auch bei der gute Deutschen Post, mit ihren ach so toll ausgebildeten Personal, genau die gleichen Probleme auftauchen und sich Beschwerden einhandeln.

Zum PZA sollte noch erwähnt werden, dass man mit seiner Unterschrift sogar bei Falschbeurkundung sogar haftbar gemacht werden kann. Und das kann im Einzelfall sehr teuer werden und die Post schützt da Niemanden, denn beim Zusteller der PZA ist man formal ein Gerichtsbote.

Zu diesem leidigen Thema bleibt nur soviel zu sagen. Bei der Auswahl der Zustelldienste achten die meisten Firmen eben nur auf die Kosten. Wer oder was die Briefe nun zustellen tut, ist egal. Ob Derjenige eine blau-gelbe Jacke trägt, ordentlich seine Steuern zahlt, interessiert gar nicht. Ähnlich ist es bei solchen Billigketten a la KIK oder bei den Discountern. Die Leute verdienen wenig und werden bespitzelt, aber als Kunde ist mir es sch...egal, hauptsache ich kann sparen. Es ist ein ewiger Kreislauf.

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Darin liegt eben genau das Problem: Dass viele Kunden, die Zustelldienste selber und inzwischen auch die Deutsche Post nur noch auf die Kosten achten. Die Qualität der Zustellung leidet zwangsläufig bei schlechter Bezahlung und Überlastung. Das ist keine Ausrede für ein schlechtes Arbeiten, sondern eben leider menschlich. Dass auch bei der Deutschen Post in den letzten Jahren die Qualität nachgelassen hat, hat eben genau damit zu tun.

Was die PZA's betrifft, wurden wir z.B. niemals offiziell eingearbeitet. Wir haben einige Blätter bekommen mit schriftlichen Anweisungen, das war es dann auch. Die PZA's und auch die Urkunden müssen natürlich gewissenhaft ausgefüllt werden, da der Zusteller persönlich dafür haftbar gemacht werden kann. Das hat natürlich niemand bestritten. Aber alles in allem ist das Bearbeiten dieser Dinge wirklich nicht so kompliziert, wie es oft dargestellt wird.

Ich habe mich in meiner Anfangszeit als Zusteller bei Unklarheiten allgemein an die guten, alten Stammzusteller der Deutschen Post gewendet, die mich auch mehr oder weniger "angelernt" haben. Leider wurden aber diese Kollegen durch die oben genannte "Turnschuhbrigade" ersetzt.

Dass mit den Zustellern 1. und 2. Klasse kommt auf die Perspektive an. Sicher, was die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen betrifft, bin ich im Vergleich zu einem Zusteller der Deutschen Post wirklich 2. Klasse. Ich bekomme einen Stücklohn und fahre mit meinem eigenen Fahrrad. (kein Damenrad). Vielen Zustellern in anderen Städten geht es nach dem, was ich hier gelesen habe, ähnlich und häufig noch schlechter.
Was die Qualität der Arbeitsleistung betrifft, halte ich mich und zahlreiche meiner direkten Firmenkollegen aber nicht für schlechter als die klassischen Zusteller der Deutschen Post, dh. ich sehe mich nicht als Zusteller 2. Klasse. Das meinte ich mit meinem obigen Statement.

LG

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Marvin hat folgenden Kommentar geschrieben:
Allerdings macht die Post den gleichen Fehler. Renomierte Stammzusteller werden ersetzt gegen die "Turnschuhbrigade". Das sind Teilzeitkräfte, die in Null Komma Nix angelernt und auf die Menschheit losgelassen werden. Die bekommen sogar feste Touren, während Leute, die 12,15 oder 20 Jahren bei der Post sind, ihre Zustellbezirke immer wieder verlieren. Durch diese laufenden Umsetzungen und Veränderungen ist es kein Wunder, dass auch bei der gute Deutschen Post, mit ihren ach so toll ausgebildeten Personal, genau die gleichen Probleme auftauchen und sich Beschwerden einhandeln.
Zu diesem leidigen Thema bleibt nur soviel zu sagen. Bei der Auswahl der Zustelldienste achten die meisten Firmen eben nur auf die Kosten. Wer oder was die Briefe nun zustellen tut, ist egal. Ob Derjenige eine blau-gelbe Jacke trägt, ordentlich seine Steuern zahlt, interessiert gar nicht. Ähnlich ist es bei solchen Billigketten a la KIK oder bei den Discountern. Die Leute verdienen wenig und werden bespitzelt, aber als Kunde ist mir es sch...egal, hauptsache ich kann sparen. Es ist ein ewiger Kreislauf.

Ich gebe dir Recht dass unter solchen Umständen die Zustellqualität leiden wird und sicherlich unterläuft jedem irgendwann ein Fehler. In meiner Region gibt es überwiegend nur noch Teilzeitkräfte. Ich versuche als Teilzeitkraft mein Bestes zu tun und in meinen Springerbezirken dem Kunden die Qualität zu bieten was er/sie früher vom Stammzusteller über Jahre hinweg geboten bekam. Ich werde auch sehr oft gefragt ob ich wieder der "Neue" bin da viele Kunden von früher noch den gleichen Zusteller gewohnt sind oder sie haben seit einiger Zeit einen festen Teilzeitler den sie besser kennen als der Springer der vielleicht nicht jede Woche den gleichen Bezirk abdeckt.

Als neuer Zusteller hat man leider nicht direkt den Überblick. Ich frage meine Kollegen jede Woche ob und was sich im jeweiligen Bezirk verändert hat damit ich mich so gut wie möglich auf Änderungen einstellen kann.

Grüße,

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