Postboten-Forum

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Göppingen - Ein 20-jähriger Briefträger in Göppingen hat Postsendungen und Wahlbenachrichtigungen aus seinem Zustellbezirk im Wald verbrannt. Als Motiv gab der Auszubildende gegenüber der Polizei „Arbeitsüberlastung“ an.

In der fraglichen Zeit, Mitte Mai, war bei der Post viel zu tun, denn die Wahlbenachrichtigungen für die Europa- und Kommunalwahlen am 7. Juni mussten ausgetragen werden. Doch statt diese Sendungen ordnungsgemäß in die betreffenden Briefkästen zu stecken, nahm der Lehrling einen Teil der Briefe zunächst mit nach Hause und verbrannte sie später auf einem Grillplatz in einem Waldgebiet in Göppingen. Dort fanden Spaziergänger die Reste und verständigten die Polizei. Zur selben Zeit erstatteten auch Vertreter der Stadt Anzeige. Mehrere Bürger hatten sich dort darüber beschwert, dass sie keine Wahlunterlagen erhalten hätten. In Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Post konnte die Polizei Göppingen den Täter jetzt dingfest machen.



Für das Wahlergebnis ist dieser Vorfall ohne Folgen: "Die Gültigkeit ist nicht gefährdet", betont die Göppinger Hauptamtsleiterin Gabriele Zull.

Was den jungen Mann, der in vier Wochen seine Ausbildung zur Fachkraft für Kurierexpress und Postdienstleistungen beendet hätte, dazu veranlasste, ist Post-Pressesprecher Hugo Gimber ein Rätsel: "Er hatte ein tadelloses Führungszeugnis und sich bisher nichts zuschulden kommen lassen." Dem Mitarbeiter wurde Hausverbot erteilt. Vor Gericht wird er sich wegen Verletzung des Postgeheimnisses und wegen Unterschlagung verantworten müssen. Das Strafmaß reicht von einer Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft. Die Deutsche Post, die in der Region 45 Auszubildende beschäftigt, ermöglicht ihm jedoch die Teilnahme an der Abschlussprüfung.

Dass Post unterschlagen wird, kommt immer wieder vor. Vor zwei Jahren wurde ein 33-jähriger Zusteller eines privaten Paketzustellers erwischt. Er hatte im Raum Göppingen und auf der Ostalb mindestens 179 Pakete und Briefe nicht ausgeliefert.




Quelle: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2108718_0_9223_-20-j...

Schlagworte: post, azubi, briefe, dhl, dpag, postausbildung, straftat

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Kommentare zu diesen Artikel

Zum einen Frage ich mich hier, wie man auf die Idee kommen kann die Briefe zu verbrennen, statt auszutragen. Und zum anderen stellt sich mal die Frage wie ein Zusteller in der Ausbildung "dermaßen Überlastet" sein kann, wo er aber genügend Zeit hatte, ein Freudenfeuer zu veranstalten. Leute gibt's.......

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Ich denke, er hatte gerade seine praktische Prüfung, sprich einen Bezirk paar Wochen alleine zuzustellen. Aber wenn er die Wahlbriefe schon nicht verkraftet, wäre die Post für ihn bestimmt keine gute Zukunft gewesen!!

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