Um mal gleich eine Sache im Vorfeld zu sagen, finde ich persönlich, dass Gewerkschaften in den letzten Jahren auch großes geleistet haben und diese für die Marktwirtschaft auch sehr wichtig sind. Also bevor hier wieder dumme Sprüche kommen, ich habe nichts anderes zu tun als gegen ver.di zu Hetzen, dass mal gleich vorweg. Ich hoffe der Satz war nicht zu schwer und ist bei dieser Janssen auch angekommen
Tja "Sieg" oder "Niederlage"....wie ist das nun zu bewerten ??? Ist euch eigentlich mal etwas aufgefallen ?? Überall, wo Tarifverträge ausgehandelt und umgesetzt wurden, hatte dieses zur Folge, dass am Ende Personal um diese Kosten zu decken von den Konzernen eingespart wird. Dieses sieht man ja zur Zeit recht deutlich bei der Post AG aber auch zum Beispiel bei der Berliner BVG. Also wie hoch ist denn ein "Sieg" einer Gewerkschaft zu bewerten, wenn zum einen die Mitarbeiter übertariflich bezahlt werden und zum anderen nach ein zwei Jahren das Personal abgebaut wird oder durch Billigkräfte wie bei der Post AG ersetzt werden. Und das ist bei weiten kein Einzelfall, sondern zieht sich durch alle großen und kleinen Konzerne. Was sind denn das für "Siege", wenn ver.di mit der Durchsetzung von Mindestlöhnen bei First mail Werbung betreibt, wo dieser Zustelldienst eine Tochtergesellschaft der Post AG ist und dort zu 80% nur 400,-- Euro Kräfte gesucht werden ??? Ist das nicht in an betracht der Tatsache, dass qualifiziertes Personal durch Billigkräfte ausgetauscht wird, wohl eher eine langfristige Niederlage ??? Was nützt der Marktwirtschaft das durchsetzen von Tariflöhnen, wenn als Ausgleich dieses durch Stellenabbau finanziert wird ??? Wohl recht wenig !!! Um mal eines gleich recht deutlich klar zu stellen, bin ich in jeder Hinsicht für einen Mindestlohn egal in welcher Branche. Aber zu welchen Preis kann den diese von ver.di gejubelte Gewerkschaftshymne umgesetzt werden ??? Wenn nun 10 Mitarbeiter tariflich ausgehandelt einen Stundenlohn von zum Beispiel 10 Euro erhalten und zwei Jahre später von 10 Sozialpflichtigen Arbeitsplätzen drei gestrichen werden oder in Billigjobs umgewandelt werden.....wie kann man da von einen "Sieg" sprechen.
Ich denke mal, dass es zeitmäßig wäre nicht alles mit Krawall durchzusetzen, sondern auch mal auf viele Jahre vorausblickend entsprechende Tarifverträge umzusetzen. Tarifverträge die nicht wie üblich einen Personalabbau zur Folge haben. Tarifverträge die über viele Jahre Arbeitsplätze wie auch Löhne sichern.....und nicht am Ende vernichten.
Schlagworte: bvg, gewerkschaft, pin, post, stellenabbau, tarifvertrag, tnt, ver.di
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