Der private Postkonkurrent PIN wird mit einer Flut von gefälschten PIN-Briefmarken belastet. Kein Wunder: Die älteren Postwertzeichen waren einfach zu kopieren. Das schwerpunktmäßig betroffene Motiv ist eine 52-Cent-Marke mit einem Froschmotiv. Jetzt greift PIN zu einer ungewöhnlichen Maßnahme.
Nach einer Flut von gefälschten PIN-Briefmarken, greift der Post-Deinstleister nun zu einem ungewöhnlichen Mittel, wie die „Financial Times Deutschland“ berichtet. Ab 1. September befördert PIN nur noch Briefe, auf denen Briefmarken kleben, die ab dem 1. Juni 2008 ausgegeben wurden.
PIN Mail hat rund 12.000 Kunden über das Aus für die älteren Briefmarken informiert, teilte das Unternehmen am Donnerstag auf Anfrage der Zeitung mit. Man sehe sich wegen der großen Mengen gefälschter Briefmarken gezwungen, kurzfristig zu reagieren, sagte der Vorstand. „Es ist von einem relevanten Unternehmensschaden auszugehen. Genauere Schätzungen liegen noch nicht vor“, heißt es auf Anfrage. Bislang hatten Briefmarkenfälscher bei PIN offensichtlich leichtes Spiel. Die älteren Postwertzeichen waren einfach zu kopieren. Besonders oft seien die Marken der zweiten PIN-Group-AG-Serie mit Tiermotiven gefälscht worden: „Das schwerpunktmäßig betroffene Motiv ist eine 52-Cent-Marke mit einem Froschmotiv.“ Das Unternehmen habe gegen die Fälscher Strafanzeige erstattet. Die PIN Mail AG hat für die Kunden, die alte Briefmarken haben, einen kleinen Trost parat. Unter Vorlage einer Originalrechnung können die ab 1. September nicht mehr verwendbaren Briefmarken umgetauscht werden.
Quelle: Welt Online am 28. August 2009
Schlagworte: briefmarken, briefmarkenfälscher, briefversand, mail, pin
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