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"WirtschaftsWoche" schreibt am 06. August 2009 - "Postwettbewerber: Boykott gegen Umsatzsteuer auf Briefe" !!!

Ein schwäbischer Briefbeförderer weigert sich, Umsatzsteuer zu bezahlen. Der Boykott zielt auf die Deutsche Post und deren profitabelste Sparte. Erste Mitstreiter zahlen ebenfalls keine Steuer.

Wie ein Revoluzzer sieht Uwe Stelzig nicht gerade aus. Grauer Anzug, rote Krawatte, nur der kleine Ziegenbart am Kinn hat etwas Rebellisches. Doch in Ulm, dem Heimatort seines Unternehmens, probt Stelzig seit Monaten den Widerstand. Die Unternehmensgruppe Direktexpress Holding, eine Gruppe von Briefbeförderern, dessen Vorstandschef er ist, weigert sich beharrlich, für bestimmte Dienstleistungen wie vorgeschrieben Mehrwertsteuer zu bezahlen. „Wir lassen uns die Ungerechtigkeit nicht mehr gefallen“, schimpft er. Stelzigs Ungehorsam richtet sich gegen den Fiskus — und die Deutsche Post. Der noch zu 26 Prozent staatliche Logistikkonzern ist im Geschäft mit bestimmten Briefen und Paketen von der Mehrwertsteuer befreit. Stelzig dagegen muss seinen Kunden 19 Prozent Mehrwertsteuer in Rechnung stellen — ein schwerer Nachteil, vor allem im Kerngeschäft, der förmlichen Zustellung der Behördenpost. Staatliche Institutionen sind im Gegensatz zu Unternehmen selbst nicht mehrwertsteuerpflichtig, können die 19 Prozent auf Briefe auch nicht von ihrer eigenen Mehrwertsteuerpflicht abziehen. Stelzigs Zusteller in ihren grau-roten Uniformen tragen Mahnungen von Finanzämtern, Zeugenladungen der Gerichte, Scheidungsurteile und Testamentsvollstreckungen persönlich aus und quittieren jede Zustellung. So läuft das Geschäft seit 2003 — stets belastet von der Extrabürde im Vergleich zur Deutschen Post.

Ziel: Umsatzsteuerprivileg der Deutschen Post kippen

Diese prinzipiell zu kippen ist Stelzigs Ziel, das er mit seinem Steuerboykott verfolgt. Sollte das Finanzamt den Weg von Direktexpress ablehnen — womit zu rechnen ist —, will der Schwabe beim Finanzgericht in Stuttgart klagen. Dann dürfte der Fall beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) landen, weil er europäisches Mehrwertsteuerrecht tangiert. Damit käme, so sein Kalkül, die Deutsche Post in die Bredouille. Denn Europas Richter sehen die Privilegien der zumeist noch staatlichen Postkonzerne in der EU zunehmend kritisch.
Die Ungleichbehandlung alternativer Briefdienste ist für Direktexpress-Chef Stelzig und seine Branchenkollegen ein unhaltbares Relikt aus vergangener Zeit. Als einziges Zustellunternehmen ist die Deutsche Post auch zwei Jahre nach dem Fall des gesetzlichen Briefmonopols mehrwertsteuerbefreit: gewissermaßen als Gegenleistung dafür, dass sie Briefe und Pakete deutschlandweit bis in den letzten Winkel der Republik zum gleichen Preis zustellt. Das Steuerprivileg trug dazu bei, dass die Briefbeförderung 2008 rund 90 Prozent des operativen Konzerngewinns ausmachte. Experten halten die Sonderbehandlung für längst überholt, weil sie Wettbewerb verhindere, Arbeitsplätze vernichte und Preissenkungen für Kunden geringer ausfallen lasse als möglich. Doch trotz mehrerer Anläufe in Berlin sind die Politiker seit eineinhalb Jahren untätig. Zumindest eines haben Stelzig und seine Leidensgenossen in letzter Zeit geschafft: Das Steuerprivileg der Post kommt wieder in die Diskussion. Die Deutsche Post trifft die Steuerverweigerung in Ulm zum denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Noch schreibt das Briefgeschäft der Bonner zwar Gewinne – im zweiten Quartal dieses Jahres erwirtschaftete es ein operatives Ergebnis von 171 Millionen Euro. Aber die guten Zeiten sind vorbei. Sieben Prozent weniger Umsatz, sogar 38 Prozent Minus beim operativen Gewinn meldete Post-Chef Frank Appel vorvorige Woche. „Elektronische Substitution, Wirtschaftskrise, Wettbewerb und weniger Arbeitstage“ hätten die Ergebnisse belastet, assistierte Brief-Vorstand Jürgen Gerdes.

Monopol der Post in Gefahr

Die monopolartige Stellung der Post ist in Gefahr. Der im Januar 2008 eingeführte Mindestlohn für Briefträger von 9,80 Euro im Westen und 8,00 Euro im Osten hat private Wettbewerber zwar in die Insolvenz getrieben. 19.000 Arbeitsplätze gingen verloren, die Post erhöhte den Marktanteil auf 89 Prozent. Ende des Jahres entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Nürnberg aber, ob die Mindestlohnregelung des Bundesarbeitsministeriums rechtens ist. Experten gehen davon aus, dass sie kippt. Als Indiz dafür gilt die jüngste Entscheidung des Oberlandesgerichts in Düsseldorf von vergangener Woche. In einem Verfahren des Briefzustellers TNT gegen die Stadt Dortmund beklagen die Richter, dass der Mindestlohn kein Vergabekriterium bei Ausschreibungen der Behördenpost sein dürfe, solange die rechtliche Situation in Deutschland ungeklärt sei. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet inzwischen gar das Ende des Mindestlohns. Dem der Deutschen Post nahestehenden Verband Postdienste bot sie an, den Mindestlohn zusammen mit Arbeitsminister Olaf Scholz für ein weiteres Jahr bis April 2011 zu verlängern — ohne Lohnerhöhung, dafür rechtssicher. Bisher jedoch ist der Verband zurückhaltend. Nun steht Verdi beim Posttower vor der Tür und bittet um Mithilfe. Es regiert die Angst.

Die Post-Privilegien kippen reihenweise — auch bei der Mehrwertsteuer. Zwar wird das Thema in den Wirtschaftsausschüssen der Berliner Politik bislang totgeschwiegen. Aber nach der Wahl dürfte es mit der Ruhe vorbei sein. „Wenn Schwarz-Gelb die Wahl gewinnt, dann werden wir die Wettbewerbsverzerrung auf dem Postmarkt beseitigen“, sagt CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs. Er plädiert dafür, dass alle Postunternehmen Mehrwertsteuer zahlen. Das hätte zudem den Charme, dass rund 500 Millionen an Steuereinnahmen in den Staatssäckel fließen. Für die Post kommt so ein Vorschlag nicht infrage. Sie brüstet sich damit, auch Geburtstagskarten an die Oma auf Helgoland, Werbesendungen für das Restaurant auf der Zugspitze oder Kondolenzbriefe an die verwitwete Tante im brandenburgischen Spreewald zuverlässig und preiswert zuzustellen, obwohl dies teuer sei. Für diesen Dienst an der Allgemeinheit, im Postler-Jargon „Universaldienst“, sei sie vom Staat von der Mehrwertsteuer befreit worden. Doch das Argument ist überholt. Einige Anbieter wie Direktexpress bieten den Zustellservice für Teile ihres Geschäfts wie die förmliche Zustellung von Behördenpost ebenfalls bundesweit an. „Unsere Leistungen sind sogar besser“, behauptet Stelzig, etwa weil seine Unternehmensgruppe die Sendungsverfolgung ermögliche.

Der Teufel steckt beim Steuerprivileg im Detail

Die Argumente dürften auch Luxemburger EU-Richter überzeugen. In einem viel beachteten Urteil des EuGH vom April dieses Jahres zum Streit zwischen TNT und Royal Mail in Großbritannien entschieden sie, dass Steuerbefreiung für alle Unternehmen zu gelten hat, die „den gesamten Universalpostdienst oder einen Teil davon gewährleisten“. Es reiche aus, nur Briefe oder nur Pakete bundesweit auszuliefern. Wettbewerber wie der Hamburger Paketdienst Hermes Logistik und die deutsche Brieftochter der holländischen TNT erfüllen die Voraussetzungen. Allerdings würden sie lieber den Spieß umdrehen. Sie fordern anstelle einer Steuerbefreiung für sich selbst eine Mehrwertsteuerpflicht auch für die Deutsche Post. So könnten sie die Vorsteuern von Investitionen weiterhin absetzen, die Post dagegen verliert ihr Steuerprivileg. Geht es nach TNT, blieben nur Dienstleistungen von der Mehrwertsteuer befreit, die „tatsächlich der Grundversorgung der Bevölkerung dienen“, Briefe privater Haushalte und Kleinstunternehmen beispielsweise.
Der Teufel steckt auch hier im Detail. Eine wichtige Frage ist, ob alternative Briefdienste zur Steuerbefreiung die Sendungen selber zustellen müssen oder ob dazu Kooperationen oder die Beauftragung von Subunternehmern ausreiche. Knifflig wird das Problem dadurch, dass alternative Briefdienste nicht nur miteinander, sondern teilweise auch mit der Deutschen Post kooperieren. Experten wie die Generalanwältin der Europäischen Union, Juliane Kokott, sehen in branchenweiten Kooperationen kein Problem, zumal auch die Post über Auslagerung von Zustellbezirken nachdenkt, um Personalkosten zu sparen. Die Steuerbefreiung müsste daher für alle Postunternehmen gelten, die bundesweite Zustellung garantieren. Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Bundesregierung schon signalisiert, dass das Steuerprivileg für die Post auf Dauer nicht zu halten ist. Die Bestimmungen des deutschen Umsatzsteuerrechts seien „in dem Sinne auszulegen, dass die Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs praktische Wirksamkeit erlangen“, heißt es in einer bisher unveröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsabgeordneten Gudrun Kopp, die der WirtschaftsWoche vorliegt.
Zum Lakmustest für die Bundesregierung wird der Spätherbst, wenn sie wie geplant die Zustellung von Briefen der Bundesbehörden ausschreibt (WirtschaftsWoche 26/2009). Möglich ist, dass das zuständige Bundesinnenministerium dann auch Angebote von Post-Konkurrenten akzeptiert, die ihrerseits keine Umsatzsteuer abführen wollen. Minister Wolfgang Schäuble ließ dies in einem Brief gegenüber Parteikollege Fuchs indirekt durchblicken, indem er „auf die Problematik (...) des Mehrwehrwertsteuerprivilegs der Deutschen Post AG“ hinwies. Unternehmer Stelzig scheint mit seiner Protestaktion auch politisch Wellen auszulösen — inzwischen steht er zudem nicht mehr allein. So schloss sich Silke Goldmann aus Verden in Niedersachsen dem Schwaben an. Die Chefin einer kleinen Zustellfirma mit 30 Beschäftigten zahlt seit Anfang Juli für ihre Briefe keine Umsatzsteuer mehr. Zugleich versucht sie, ihre Kooperationspartner wie Citipost in Hannover und TNT-Töchter in Hamburg und Bremen zum Steuerboykott zu bewegen. Einbehaltene Steuer zahlt Goldmann auf ein Rücklagenkonto. Sollte sie bald auch in den Genuss der Steuererleichterung kommen, sagt sie, werde sie die 19 Prozent „an die Kunden zurückzahlen“.

Von Christian Schlesiger, Cornelia Schmergal (Berlin)

Quelle: WirtschaftsWoche am 06. August 2009

Schlagworte: briefzustellung, direktexpress, gerster, gmbh, jurex, keven, maxibabe, mehrwertsteuerbefreiung, postboten-forum, steele

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Kommentare zu diesen Artikel

Uwe Stelzig alias Direktexpress...na prima !!! Dieser Herr spielt jetzt einen auf "Held der Umsatzsteuerbefreiung"...das ich nicht lache. Wo ja auch Direktexpress durch ihre so grandiosen Zustellung in der Qualität nicht mal einen Schatten wirft. Ihr solltet hier vielleicht auch mal Wissen, dass Direktexpress damals die Firma Jurex GmbH aufgekauft hatte. Alle Mitarbeiter sollten ja übernommen werden hat gerade dieser Stelzig am lautesten Rumgebrüllt. Und was war das Ende vom Lied ??? Direktexpress hat sich alle Aufträge von Jurex unter den Nagel gerissen und über 1000 Jurex Mitarbeiter rausgeschmissen. Als größte Schweinerei mußten noch unzählige Mitarbeiter von Jurex vor den Arbeitsgericht ihre Löhne einklagen. Auch wenn ich die Meinung von Herma Janssen (ver.di) hier nicht immer teile, so kann diese euch auch mit Sicherheit bestätigen, wie Sittenwidrig besonders Direktexpress mit seinen Mitarbeitern umgegangen ist. Ihr könnt euch ja mal einige Berichte unter den Thema Jurex GmbH hier im Forum durchlesen. Das waren damals diese "Macher" die uns dazu veranlasst haben dieses Forum nach dem Untergang von Jurex weiter zu führen. Und dieser Uwe Stelzig spielt jetzt einen auf großen Helden der privaten Zustellbranche ??? Der sollte sich mit seinen Direktexpress in Grund und Boden schämen. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie sich einen Keven Steele von Direktexpress hier als "Maxibabe" angemeldet hatte und hier die gerade gekündigten Jurexmitarbeiter noch blöd angemacht hat. Und wenn ich mir mal die Homepage von Direktexpress so anschaue und hier noch die Rubrik Stellenangebote, stelle ich mal fest, dass Direktexpress und Hermes vieles gemeinsam haben. Denn das war es damals, was man den Jurexmitarbeiter angeboten hatte.....billige Subunternehmerverträge !!!

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Dann ihr lieben privaten Zustelldienste stellt alle eure Sendungen auch bitte selbst zu und lasst die Post nicht den "Retter in der Not" spielen.
Hierzu nur ein aktuelles Beispiel:
Die Zustellerin eines privaten Zustellunternehmens in meinem Bezirk (natürlich auch inzwischen Tochter von TNT) hat im Moment Urlaub.
Somit wird die Post einfach bei der Deutschen Post aufgeliefert. Das selbe passiert, wenn ein Nachsendeantrag vorhanden ist und die Zustellerin des privaten Dienstes nun nicht mehr weiß wohin damit... ab zur Post!!
Solange es ein Unternehmen gibt, welches dann letztendlich verpflichtet ist, diese Sendungen auszuliefern (Bundesweit sicherlich beachtlich), sollten wir in Deutschland auch ein Bonbon für dieses Unternehmen anbieten !!!

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Glenn hat folgenden Kommentar geschrieben:
Solange es ein Unternehmen gibt, welches dann letztendlich verpflichtet ist, diese Sendungen auszuliefern (Bundesweit sicherlich beachtlich), sollten wir in Deutschland auch ein Bonbon für dieses Unternehmen anbieten !!!

Also die Post AG spielt hier sicherlich nicht den "Retter in der Not", sondern verdient sich an diesen Sendungen der privaten Zustelldienste dumm und dämlich.....das nur mal so nebenbei !!!

Ich würde hier überhaupt keinen eine Umsatzsteuerbefreiung geben. Die Post AG stellt zwar in jeder Ecke in Deutschland NOCH selber zu, allerdings sind viele Grundlagen für einen Universaldienstleister so nicht mehr gegeben, was eine Umsatzsteuerbefreiung rechtfertigt. Angefangen von Verlagerungen an Subunternehmen wie auch die Privatisierung aller Postfilialen, dazu das seit Jahren von der Post AG praktizierte einsparen von qualifizierten Personal im Tausch von 400,-- Euro-Kräften wie auch befristete Arbeitsverträge.....!!! Das alles sind nun einmal Tatsachen, was den eigentlichen Ursprung einer Umsatzsteuerbefreiung nicht mehr rechtfertigt. Und da braucht mir auch nun wieder keiner erzählen, aber bei der Post AG bezahlt man übertariflich....an den NOCH Vollbeschäftigten welche NOCH vorhanden sind.
Und Firmen wie TNT, PIN oder hier der Laden Direktexpress, sollen erst einmal ihren Mitarbeitern anständige Löhne bezahlen bevor diese Zustelldienste "Steuerbefreiungen" beanspruchen möchten. Wo kommen wir denn dahin, wenn hier Hinz und Kunz keine Umsatzsteuer mehr bezahlt. Bekommt etwa VW eine Umsatzsteuerbefreiung, weil die ihren Polo nach Honolulu liefern und ihre Mitarbeiter Übertariflich bezahlt werden ??? Wohl kaum !!!

Die Kosten, welche hier jeder Steuerzahler dafür bezahlen muß, weil in 98% der privaten Zustelldienste Hungerlöhne bezahlt werden, liegt wohl bei weiten höher als die paar Kröten der Umsatzsteuerbefreiung. Um einen gerechten Zustellmarkt zu schaffen schlage ich mal vor, die Umsatzsteuerbefreiung abzuschaffen und endlich mal dafür zu sorgen, dass jeder Zusteller von seinen Lohn auch leben kann. Bei der Post AG...und da kann die FDP jetzt noch so sehr Rumjaulen....wird man NIE die Umsatzsteuerbefreiung abschaffen, so lange Vater Staat selbst 30% der Postaktien besitzt. Also der Staat wird auch unter der CDU / FDP wohl kaum so blöd sein sich selber den Geldhahn abzudrehen.

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Also der Staat wird auch unter der CDU / FDP wohl kaum so blöd sein sich selber den Geldhahn abzudrehen.

Und das stimmt....................

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Vergleich mit VW? Hallo... völlig unakzeptabel dieser Vergleich! Es geht hier um eine sogenannte Grundversorgung!!
Ich muss dir Recht geben, in erster Linie sollten endlich mal faire Löhne stehen, aber das scheint ja Niemanden zu interessieren.... aber im Prinzip hat das eine mit dem anderen ja nichts zu tun. Und es hat auch nichts damit zu tun, dass Subunternehmer zustellen, .. klar, ich find das auch total beschissen, aber zugestellt wird trotzdem mit dem Logo der Post.
Es kann doch jemand wie Direktexpress, der nur regional zustellt, keine Umsatzsteuerbefreiung oder ähnliches fordern!! Man kann Apfel und Birne nicht vergleichen... das sind ganz andere Welten!

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@Glenn

Also ob nun VW als Beispiel für dich unakzeptabel ist spielt keine große Rolle. Wenn Du nicht verstehst was ich damit im Bezug auf Tariflöhne meine...nun ja..egal !!!
Es geht also um die Grundversorgung...AHA...!!! Zu dieser Grundversorgung gehört aber nicht nur das Briefe zustellen, sondern auch viele andere Serviceangebote. Angefangen von EIGENEN Postfilialen bis hin zur EIGENEN Erledigung des gesamten Uhrwerkes der Zustellung.
Zu der Zeit, wo man der Post AG die Umsatzsteuerbefreiung zugesprochen hat, wurde ALLES von der Post AG selbst durchgeführt. Es ist ja nun völlig widersprüchlich, wenn bei der Post es selbstverständlich sein soll 08/15 Subunternehmen zu beschäftigen die wiederum selbst ihren Mitarbeitern Hungerlöhne bezahlen und dieses nun bei privaten Zustelldiensten angeprangert wird. Dazu kommt noch der erhebliche Stellenabbau, welcher bei der Post AG mit stiller Genehmigung von ver.di praktiziert wird. Wo soll denn bitte ein Unterschied zu finden sein, wenn ich bei TNT 400,-- Euro verdiene oder als Zustellerhilfe bei der Post AG ??? Mit den kleinen Unterschied, dass allerdings bei der Post AG eine Vollzeitstelle gegen eine 400,--Euro-Stelle ersetzt wird.
Die Post AG bietet nun einmal schon lange nicht mehr den Service und die Dienstleistung welche eine Umsatzsteuerbefreiung rechtfertigt. Sei dir mal zu 100% sicher, dass der einzige Grund warum die Post AG hier diese Umsatzsteuerbefreiung noch besitzt darin liegt, weil Vater Staat mit seinen Aktien selbst reichlich verdient. Die Post AG vertritt schon lange nicht mehr die Interessen ein Universaldienstleister zu sein, sondern in ihren eigenen Konzern die Milliarden zu scheffeln !!!

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Jo, dass liegt daran, dass diese Zustelldienste Subunternehmer beschäftigen, die vorher noch nie einen Brief geschweige denn eine PZA zugestellt haben. Unter was für Sittenwidrige Arbeitsbedingungen dort Zusteller arbeiten, kann man sehr gut in folgenden Artikel hier bei uns im Forum nachlesen, wo sich Betroffene mal zu Wort melden:

Wer von euch kennt Subunternehmer von Direktexpress?

Das müßt ihr euch wirklich mal durchlesen, was bei Direktexpress so abgeht und wie dort die Mitarbeiter über den Löffel gezogen werden. Ich bekomme echt Schaum vor den Mund, dass gerade Direktexpress hier den Mund aufmacht und nach dubiosen "Rechten" schreit welche diesen Laden NIEMALS zustehen werden.

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Jojo...wie "zuverlässig" übrigens der Zustelldienst Direktexpress arbeitet bzw zustellt, kann man sich in den folgenden aktuellen Artikel mal durchlesen:

Direktexpress Live: "Gemeinde kann Straßenreinigungs-Vertrag nicht ...

Ich denke doch mal, dass es ein nie zu erreichender Weg sein wird, bis Direktexpress sich auf der gleiche Stufe befindet wie die Post AG. Das wäre vergleichbar so, als würde ich in meiner Wohnung Staub wischen und danach behaupten, ich hätte eine Gebäudereinigungs-Firma. Aber es ist wie gesagt schon recht interessant, welche privaten Zustelldienste hier wieder einmal am lautesten brüllen.

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Mal davon abgesehen, dass ich noch nie einen Subunternehmer der Post Briefe zustellen habe sehen (ist Realität - kann in Berlin oder sonst wo sein, aber bei uns hier nicht)... geht es ja auch um das Filialnetz. Die Post hat in jeder Gemeinde mit mehr als 2000 Einwohnern eine (wenn evtl. auch kleine) Poststelle und bei weniger als 2000 Einwohnern, gibt es den MOPS. Also ich kenn keinen anderen Briefdienstleister, bei dem ich einfach so Briefe aufliefern kann!

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Glenn hat folgenden Kommentar geschrieben:
Mal davon abgesehen, dass ich noch nie einen Subunternehmer der Post Briefe zustellen habe sehen (ist Realität - kann in Berlin oder sonst wo sein, aber bei uns hier nicht)... geht es ja auch um das Filialnetz. Die Post hat in jeder Gemeinde mit mehr als 2000 Einwohnern eine (wenn evtl. auch kleine) Poststelle und bei weniger als 2000 Einwohnern, gibt es den MOPS. Also ich kenn keinen anderen Briefdienstleister, bei dem ich einfach so Briefe aufliefern kann!

Subunternehmen = Briefkastenleerung....von Briefzustellung habe ich nichts geschrieben !!! Davon mal abgesehen, dass hier der Postvorstand auch bereits andere Pläne hat, wenn man deren Aussage in den letzten Monaten verfolgt hat. Das diese "Poststellen" allerdings nicht von der Post AG betrieben werden, sondern Privat ist dir scheinbar ein wenig entgangen. Hermes hat so gesehen dann auch 14.000 "Paketstellen"......!!! Und wie dann die Post AG so mit den Betreibern dieser "Postshops" umgeht, kann man sich HIER sehr gut anschauen.

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Möchte da jetzt nicht diskutieren, da ich mich im Bereich der Filialen nicht auskenne. Aber der Shop in meinem Gebiet macht das jetzt schon -zig Jahre. Hängt sicherlich auch mit der Arbeitsmoral der Agenturbetreiber zusammen...

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Glenn hat folgenden Kommentar geschrieben:
Möchte da jetzt nicht diskutieren, da ich mich im Bereich der Filialen nicht auskenne. Aber der Shop in meinem Gebiet macht das jetzt schon -zig Jahre. Hängt sicherlich auch mit der Arbeitsmoral der Agenturbetreiber zusammen...

Na das ist ja jetzt hier der Oberknaller !!! Die Arbeitsmoral der Agenturbetreiber ???? HALLO...dass wurde auch schon sehr oft in den Medien berichtet, dass sehr viele Shopbetreiber sich mit der Post AG vor Gericht auseinandersetzen müßen, weil die Post AG diese über den Löffel gezogen hat. Und was hat die Arbeitsmoral der Agenturbetreiber damit zu tun, dass die Post AG alle selbst betriebenen Postfilialen privatisiert und somit einen wichtigen Teil seiner Universaldienstleistung einstellt ??? Also manchmal sollte man sich erst einmal richtig im gesamten Bundesgebiet schlau machen was wo und wie da so abläuft, bevor ich mal pauschal behaupte, das es an der Arbeitsmoral der Agenturbetreiber liegt.
Bekommst Du eigentlich von Sir Appel das goldene Posthorn,dass Du wirklich alle Dinge welche die Post AG angeht versuchst schön zu reden und die Fehler IMMER bei den anderen suchst ??? Also so langsam fällt mir hier echt nichts mehr ein, wenn ich sowas lese !!! Völlig Realitätsfremd !!!!!!

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