Ja da staunt man ja nicht schlecht, wenn man sich mal in den letzten Tagen so einige Artikel in der Presse angeschaut hat. Ein Berliner Zustelldienst mit den Firmennamen ”CityLetter”, hat monatelang tausende neue Mitarbeiter gesucht. Man konnte hier eine recht kostspielige 0900…Telefonnummer anrufen wo viele Arbeitslose angerufen haben und ihnen ein Job als Zusteller oder Fahrer angeboten wurde. Dazu hat die Firma “CityLetter” auch noch so genannte “Arbeitsvermittler” eingesetzt, die über Monate fleißig Arbeitslose auf Vermittlungsgutschein - Basis für die Firma “CityLetter” gesucht und vermittelt haben. Die Agentur für Arbeit hat hier teilweise bis zu 2.500 Euro für einen Langzeitarbeitslose bezahlt, der angeblich dann als Zusteller bei “CityLetter” anfangen sollte. Laut Informationen einiger Tageszeitungen sollte es am 01. Oktober 2008 dann los gehen. Doch in einer angeblichen “Zentrale” in Berlin standen dann hunderte eingestellter Zusteller am Tag X vor verschlossenden Türen. Die angegebenen Räume waren weder renoviert noch überhaupt von “CityLetter” angemietet worden. Nun standen sie da, die Arbeitslosen, die dachten sie hätten nach langer Zeit endlich mal wieder eine Chance erhalten. Die Zeitung Bild titelte am 01. Oktober passend dazu “Die große Verarschnung von Arbeitslosen” !!! ( Quelle:
Bild.de vom 02. Oktober 2008 ). Aber auch Zeitungen wie der “Nordkurier”, “Die Ostsee Zeitung” oder die Internetseite “Derwesten.de” haben über die dubiosen Geschäfte der Firma “CityLetter” bereits in den letzten Tagen berichtet. Wie kommt es, dass in Berlin zur Zeit dubiose private Zustelldienste eine Art Narrenfreiheit besitzen ? Bei einen anderer in Berlin gegründeter Zustelldienst in der Motzener Straße ermittelt bereits seit Februar 08 die Berliner Staatsanwaltschaft wegen “Leistungsbetrug, Steuerbetrug, Verstoß gegen das Abgabegesetz und Verstoß gegen das Entsendegesetz” pp. !!! Allerdings schon hier laufen die Ermittlungen seit Monaten und der betreffende Zustelldienst kann weiter jede Woche neue Zusteller einstellen, die er mit einen Hungerlohn von 0,12 Cent pro Brief abspeist. Und das obwohl das Entsendegesetz einen Mindestlohn von 9,80 Euro pro Stunde vorschreibt. Schon hier ist der Steuerschaden über die Monate beträchtlich und die Berliner Behörden schauen fröhlich zu. Auch in diesen Fall hatte die Agentur für Arbeit im Stadtteil “Tempelhof / Schöneberg” Stellen ausgeschrieben und sogar vermittelt. Aufgrund einer Information unserer Internetseite Postboten-Forum hat das betreffende Jobcenter dann mal endlich ihre Stellenanzeigen dieses Zustelldienstes entfernt. Aber auch die eigentlich zur Kontrolle betreffende “Regulierungsbehörde” kümmert sich in keiner Weise um die Kontrolle dieser dubiosen Zustelldienste. Selbst wenn dann ein Zustelldienst Insolvenz angemeldet hat, behalten die betreffenden Geschäftsführer ihre “Zustelllizenz”. Hier wird dann einfach mit dem Gewerbeschein eines so genannten “Geschäftspartner” ein neuer Zustelldienst gegründet und die Ausbeutung der Zusteller geht fröhlich weiter. In unseren Forum werden fast täglich von betroffenden unglaubliche Dinge berichtet von diesen Hungerlohn-Zustelldiensten. Und nun noch der scheinbar groß angelegte Betrug durch die Firma “CityLetter”. Vielleicht sollten besonders die Berliner Behörden mal ihre “Prüfungen” solcher Firmen in Zukunft überdenken. So würde nämlich allen Steuerzahlern Kosten in Millionenhöhe erspart bleiben, die hier durch dubiose Berliner Zustelldienste entstehen.
Veröffentlicht auf den Seiten: Pressemeldungen.at /
DailyNet.de /
PresseEcho.de
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