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Underground

Pressemitteilung vom Postboten-Forum am 04. August 2009 - "Nur 1,3 Milliarden Euro Gewinn - Spendenaufruf für den armen Vorstand der Post DHL AG" !!!

Ja da staunt man ja nicht schlecht, wenn man in den letzten Monaten die Berichte des glorreichen Postvorstandes verfolgt hat. Von großem Sparen war die Rede, weil das Briefgeschäft laut den Postvorstand scheinbar kurz vor dem Ende steht. Man hatte also nichts besseres zu tun, als an seine Briefzusteller/in zu appellieren, den bevorstehenden Untergang der Post AG gemeinsam zu bekämpfen und fordert nun ein tägliches verlängertes Gratisarbeiten von 18 Minuten von seinen Mitarbeitern. Naja, was sind auch schon 18 Minuten pro Tag?! Da sich die Post DHL AG ja in den letzten Jahren sowieso mehr auf 400,- Euronen Hilfskräfte spezialisiert hat und qualifiziertes Zustellpersonal aus “Kostengründen” lieber nach und nach aussortiert, sollte doch dieses kleine Geste der Konzernrettung durchaus möglich sein. Ach Mensch, da sind ja auch noch die tausenden Mitarbeiter aus den gesamten Postfilialen, welche von der Post AG bis zum Jahre 2011 alle privatisiert werden. Naja, als eigentlicher “Universaldienstleister” und König der deutschen Zustellbranche kann man ja diesen Service der Post DHL AG getrost auch in den Boden stampfen. Ältere Leute werden bestimmt ihre Freude an diesen super tollen neuen Automaten haben, die nach und nach aus dem Boden gezaubert werden und das Stadtbild nach den grauen Postkästen verschandeln. Tja die Post DHL AG geht halt mit der Zeit. Wenig Service auf dem Rücken seiner Mitarbeiter/in und seiner Kunden. Aber jammern wir doch nicht herum und es sollte doch wohl klar sein, dass die jetzt schon überforderten Zusteller/in der Post DHL AG doch die 18 Minuten gerne für ihren geliebten Postvorstand abackern können. Wie sollen denn auch sonst Abfindungen von 20 Millionen Euro an wegen Steuerbetrug abgeurteilte Ex- Vorstandschefs Namens Zumwinkel in die Kasse kommen. Sicherlich war auch diese Abfindung nach den heldenhaften Milliardenverlust dubioser Geschäfte in den USA welche Zumwinkel angeleiert hat voll gerechtfertigt. Tja und wie sieht sie nun aus die Zwischenbilanz von den völlig verarmten Postvorstand. Es sind ja nur 1,3 Milliarden Euro Gewinne welche die Post DHL AG erst einmal voller Stolz verkündet hat. Na also, bei 1,3 Milliarden Euro Gewinne, wodurch die Aktien gleich mal um 3,5% gestiegen sind, ist ja auch ein konsequentes Sparen in jeder Hinsicht gerechtfertigt. Ich staune, dass der Postvorstand noch kein Spendenkonto eingerichtet hat, so schlecht wie die Postbilanzen doch stehen. Aber man wird weiter sehen wohin der glorreiche etwas Weltfremde Weg der Post DHL AG noch führen wird. Denn bei den Zusteller/in die sich jeden Tag bei Wind und Wetter für ihren Postvorstand den Buckel krumm machen, stößt die Sparpolitik der Post DHL AG immer weniger auf Gegenliebe. Aber Zustelldienste wie TNT post oder der PIN Group wird es freuen, denn diese bauen still und heimlich ihren Service immer mehr aus und werden für die Post DHL AG sicherlich noch ein großes Problem werden. Mal sehen, vielleicht hämmert ja der Postvorstand zusammen mit ver.di dann wieder schnell einen neuen Mindestlohn für die Zustellbranche hin, der dann wohl so wie das jetzige Entsendegesetz für die Zustellbranche wieder einmal von bislang allen Gerichten als unzulässig abschmettert wird.
Also Leute sammelt Spenden, für den völlig verarmten Postvorstand, denn es geht ihn wirklich schlecht bei 1,3 Milliarden Euro Gewinn!

Veröffentlicht in den Presseportalen: Pressemitteilung WebService / Businessportal24.com / PresseEcho.de / Premiumpresse.de / DailyNet.de / DeutschePresse.de / Technorati.com

Schlagworte: post, appel, briefzusteller, briefzustellerin, dhl, dpag, group, pin, postboten-forum, postvorstand

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Underground Kommentar von Underground am 5. September 2009 um 13:40pm
Genau das ist der Punkt Mister D !!!

Also für mich und vielen mit denen ich mich mal darüber unterhalten habe ist es auch völlig unverständlich, dass so einige weiterhin nicht mal der Realität ins Auge sehen !!! Bei 1,3 Milliarden Euro Gewinne - zich Millionen Euro für die Gehälter was der Postvorstand kassiert und bei 20 Millionen Euro Abfindung für verurteilte Steuerbetrüger, der ja nach seiner Verurteilung den Posten des Vorstandes hätte gar nicht mehr ausüben dürfen...das Zauberwort heißt Führungszeugnis.... tun hier einige weiterhin, als würde die Post AG völlig ruiniert sein und der Postvorstand in der Bahnhofsmission um Essen betteln !!!!

Ich finde es auch recht albern, egal was berichtet wird und egal was die Post abzieht immer mit den üblichen Ausreden zu argumentieren. Immer die ach so schlimme Konkurrenz als Argument vorzuschieben und dann folgt im Regelfall, dass die Konkurrenz ihren Mitarbeitern keinen Tarif bezahlt hat doch nichts damit zu tun, was der Postvorstand mit seinen Mitarbeitern abzieht !!! Ich gehe ja auch nicht zu Schlecker und beschwere mich dort, dass Hertie geschlossen wurde.

Es ist wie du sagst, die Briefzusteller/in welche 6 Tage in der Woche bei Schnee, Regen, Kälte oder Hitze die Briefe zustellen, dass sind die welche zum einen die Post AG in der Öffentlichkeit repräsentieren und es sind die, welche das wirkliche Geld bei der Post AG reinwirtschaften. Diese müßen sich von den Kunden die täglichen Beschwerden für Änderungen anhören, welche nur der Postvorstand zu verantworten hat. Diese Briefzusteller/in sind die Leute welche den Kunden sehr oft bei Fragen rund um die Zustellung weiter helfen. Die Briefzusteller/in der Post AG ist das Herzstück von diesen Milliarden-Konzern. Und wenn Sir Appel dort einspart, ob Lohn oder unbezahlte Arbeitszeiten, dann ist es eine sehr schlechte Operation am "Herzen"....und schlechte Operationen gehen sehr sehr oft in die Hose !!!
Mister D. Kommentar von Mister D. am 5. September 2009 um 13:02pm
Schnallt Ihr es nicht? Wie Underground schon sagt, wir reden von Gewinnen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro!!! Die hat zu einem Großteil der Zusteller auf der Straße erbracht, durch seine Präsenz vor Ort, Der Zusteller ist doch derjenige, der in der Öfffentlichkeit die Post repräsentiert.
Und ausgerechnet da soll gespart werden?!!!
Schaut EEuch doch m al an, was die Post mit ihrer "Sommerzustellung" angerichtet hat! Da wurde Montags die Zustellung auf ein Maß reduziert, wo sich bei jedem echten Postler die Nackenhaare streuben! Briefe wurden nur noch innerhalb der Niederlassung befördert. Die Oma, welche ihrem Enkel eine Geburtstagskarte schickte, konnte bisher sicher sein, daß sie am Montag ankam. Das ist vorbei!!! Auflieferung Samstag - Leipzig nach Halle - Auslieferung Dienstag!
Als Mitarbeiter der Deutschen Post habe ich keine Angst vor Konkurenz - nur vor den eigenen Chefs!!!
Underground Kommentar von Underground am 7. August 2009 um 13:02pm
Ich glaube hier haben so einige immer noch nicht so richtig verstanden, dass die Post AG 1,3 Milliarden Euro "GEWINNE" verbucht !!! Bei einen Gewinn sind die betrieblichen Fixkosten bereits abgezogen !!! Also ein PLUS von 1,3 Milliarden Euro. Es gibt in Deutschland keinen anderen Konzern der ein solchen hohen Gewinn verbuchen kann. Und selbst Konzerne mit einen Verlust von 5 Milliarden Eure, heulen nicht so herum wie der Geldgeile Postvorstand. Bei einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro, ist es der blanke Hoden hier auch noch wegen "Verluste" Personaleinsparungen zu rechtfertigen. Ein "Verlust" kann ich rechtfertigen, wenn ich 300 Millionen Euro im Minus bin, aber nicht wenn ich bei einen Milliardengewinn mal etwas wenige verdiene.
Und wie viele Millionen davon auf die Wirtschaftskrise zurück zu führen sind von den 300 Millionen möchte ich auch gerne mal Wissen. Also mein Zusteller hier, bekommt einen Lachanfall. wenn ich den was von weniger Briefen zum zustellen erzähle.
postpaul Kommentar von postpaul am 7. August 2009 um 12:46pm
@Glenn Die Briefe werden weniger. Aber die Werbung immer mehr und die Werbung bringt ganz schön Gewicht mit.
postpaul Kommentar von postpaul am 7. August 2009 um 12:45pm
Deutsches Postboten Forum?????? hahahahahaha.
Underground Kommentar von Underground am 5. August 2009 um 23:58pm
Sehr erstaunlich, wo man so überall plötzlich unsere Pressemeldung findet. Auch die Saarbrückener Online Zeitung hat diese veröffentlicht mit der kleinen Anmerkung:

"Kommen bald Wohlfahrtsmarken zugunsten des Postvorstandes auf den Brief?"

Als Quelle wurde dann "Deutsches Postboten Forum" genannt.....!!!
Glenn Kommentar von Glenn am 5. August 2009 um 11:36am
Es ist aber leider traurige Wahrheit, dass das Sendungsaufkommen der Briefdienste allgemein signifikant nach unten geht. Ich weiß nicht... all die jenigen, die hier was anderes behaupten, scheinen mir in den Tag hinein zu träumen...!?!? Es mus doch wohl jeder Briefzusteller mitbekommen, dass noch vor ein paar Jahren ganz andere Mengen zu bearbeiten waren. Ich persönlich hoffe natürlich, dass die natürliche Fluktuation ausreicht, um die Vollzeitarbeitsplätze bei der Post zu erhalten und dieses "aussterben" relativ abzufangen!
Sigma Kommentar von Sigma am 5. August 2009 um 1:23am
Tja... da machts einer vor, wie man mit geschickter Mitarbeiterquetsche die Löhne runterdumpt und preisaggresiv am Markt den großen Abräumer gibt. Kommt ja auch gut an ;-)
Auswirkungen auf Wettbewerber mit "anständigen" Beschäftigungsverhältnissen waren von vornherein absehbar.

Das Gelb in Folge ebenfalls mit der 400€-Nummer einsteigt und als Reaktion auf die Methoden dieser möglicherweise unzureichend kontrollierten Alternativanbieter an anderer Stelle ordentliche Jobs unter Druck setzt oder ganz streicht, ist primär ein Ergebnis des verzerrten Marktes, wo einerseits Vollzeitarbeitsplätze mit existenzsichernden Löhnen und Gehältern bei der Post auf Beschäftigungsmodelle der Alternativanbieter treffen, bei denen meist weder existenzsichernde Löhne noch entsprechende Sozialabgaben (Stichwort Subunternehmer) gezahlt werden.

Diese, durch unzureichend eingehaltene Gesetze auf Seiten der neuen Marktteilnehmer und mangelnde Kontrolle der zuständigen Behörden geschaffene Benachteiligung ordentlich arbeitender Betriebe ist unbedingt zu beheben.
Die 18 Minuten täglich und zahlreiche noch kommende Einschränkungen für die produktiven Postler - die Gockel aus der Teppichabteilung mal wieder ausgenommen - sind die Kröte, die sie schlucken müssen, weil die gesellschaftlichen Institutionen hier nicht funktionieren und den Flattermännern im Vorstand trotz derzeit satter Ernten nix besseres einfällt als vorauseilend an der Basis "zu sparen".

Wie die Chancen stehen, dass Schwarzarbeit auf Rechnung in Form von "Subunternehmer"-Beauftragung und penny-working auf "400- Euro - Rest schwarz" bei den Alternativanbietern behördlich ein Ende gesetzt wird, kann sich lachend jeder selbst ausrechnen. Daher wird sich am Kurs des gelben Riesen auch nichts ändern.

Mir tuts um jeden Postler leid, der wegen der Folgen solcher Marktverzerrungen auf der Strasse landet und sein Heil dann in der von Agenda2010 und Deutschland-Plan geprägten neuen Arbeitswelt suchen muss....

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